5. Tag in Rom Donnertag den 09.07.2009

 Der Heimflug

Gestern bot mir die Pensionswirtin an, mir für heute ein Taxi, zum Flughafen Fiumicino zu bestellen.
Mein Flug geht um 16.1o Uhr mit German-Wings  -  Flugnummer 4U0887.
Das Taxi steht pünktlich, um 13.3o Uhr vor dem Haus. Mein Rucksack ist schon seit Tagen gepackt Da ich auch heute früh aufgestanden bin, fahre ich noch einmal zum Vatikan und verbringe dort noch ein paar Stunden.
Ich nutze die Zeit, die ich noch hier bin, denn es fällt mir nicht leicht heute schon zu gehen.
Auf der anderen Seite sind da mein Zuhause und Helga die mich einfach nach Hause ziehen.
Auch gehe ich noch mal in eine hl. Messe in der Basilika. Dann gehe ich noch ein Mal in die Kirche auf der Via della Conciliazione und auch hier wird wieder eine Messe gefeiert. Kann nichts schaden, wenn ich davon auch noch den Rest mit nehme und bleibe da.

Marienkirche auf der Via della Conciliazione


Hier werden den ganzen Tag Messen gefeiert. Dann ist es Zeit, zur Villa Fatima zurück zu kehren, denn der Abschied naht.
Ich gehe dann die Via Conciliziano weiter hinunter zur Engelsburg. Sie diente den Päpsten als Zuflucht vor Feinden.

Die Stadtmauer des Vatikans reicht bis in die Engelsburg, die Engelsburg. Diese wird so genannt, weil eine Engelsfigur sie bekrönt. Die 2. Brücke über den Tiber, zu erreichen über eine Nebenstraße der Via della Conciliziano.


Jetzt beginnt eine Taxifahrt, die ich so schnell nicht vergessen werde.
Mein Taxifahrer hat einen typisch italienischen Fahrstil drauf. Auf der Fahrt zum Flughafen, hätte er in Deutschland so viele Punkte in Flensburg eingefahren, das er auf Jahre den Führerschein verloren hätte. Tempobegrenzung spielt für ihn keine Rolle. Überholverbot gilt nur für Andere. Überholen, recht oder links, ist für ihn ganz normal. Dann  -   wir sind gerade gestartet,  -  schon klingelt sein Handy. Natürlich geht er ran. Dann leuchtet ein 2. Handy auf. Auch hier geht er ran. Es klingelt das dritte Handy. Er legt Eines ab und nimmt das dritte Gespräch an. Dann kramt er ein Notizbuch hervor und macht zusätzlich noch auf dem Steuerrad, Notizen in sein Buch. Dann meldet sich die Taxizentrale.

die Engelsbrücke, der Tiber die Burg


Das geht die ganze Fahrt so weiter, bis zum Flughafen. Dabei übertritt er kontinuierlich alle Verbote und Gebote, bei rasender Geschwindigkeit, die natürlich mehrmals abrupt abgebremst wird, um sie sofort wieder aufzunehmen. Am Flughafen steigt er aus, mit Handy am Ohr und palavert weiter. Er schließt nur mit der freien Hand den Kofferraum auf. Ich bin froh, heil hier angekommen zu sein.

in der Basilika


Ich bin früh genug und suche nun meinen Abflugschalter. Ich bin der Erste, der sich dort zum Einchecken anstellt. Dann öffnet der Abflugschalter. Jetzt gibt es ein Problem. Mein Ticket liegt wohl hier, beinhaltet aber nur 1 Gepäckstück. Manuela hat aber für 2 Gepäcktücke gebucht. So muss ich zum Flugbüro von German Wings gehen und dort für 10,00 € ein zweites Gepäckstück nachbuchen. Dies wird zuhause reklamiert und wir bekommen diese 10,00 € zurück erstattet.

Nun beginnt der Rückflug, über der Küste in Ostia, über den Wolken gehts es ab nach Hause.


Wieder zurück zum Abflugschalter. Hier muss ich meinen Wanderstock einpacken. Jetzt kann ich Rucksack und Wanderstock aufgeben. Manuela wird die 10,00 € später zurück bekommen. Dann ist endlich alles erledigt und ich warte nun darauf, an Bord gehen zu können und zurück zu fliegen nach Köln Bonn.

Die Absätze sind hin und die Sohlen dünn wie Papier. Meine Bücher und Credenciale. Wanderbücher und das Testimonium liegen auf dem Tisch. Von meinen Jakobswegen hab ich 3 Bücher geschrieben, die von Sandra illustriert und zusammen gestellt wurden.

In Köln fahre ich dann zum Bahnhof und zurück nach Düren.
Helga holt mich ab. Es war alles in allem eine schöne, wenn auch sehr anstrengende Pilgerreise, die ich nie vergessen werde.
Nun bin ich aber sehr - sehr froh, meine Olle wieder zu haben.

Ende

68.Die-Pilgerurkunde-Testimonium
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Polizei, bewacht mit der Schweizergarde das Gelände. Rechts das ist der Gardist, der mich am Montag kreuz und quer über den Petersplatz und die Via della Conciliazione bis über die Engelsbrücke hetzen lies.
Rom die ewige Stadt
Hier endet mein Bericht, über meine Wanderung nach Rom / Vatikan. Es war ein großes Erlebnis. Auch wenn ich einige Male bis an meine Leistungsgrenze und darüber hinaus gehen musste, habe ich keinen Tag bereut und es gab nicht einen Moment, an dem ich an aufgeben gedacht hätte. Ich glaube, dass mich nur ein Beinbruch hätte aufhalten können. Das Ankommen in Rom war mental ein so tief gehender Augenblick, der mich sehr berührte und mir für immer in Erinnerung bleiben wird.