Mittwoch den 08.07.2009  4. Tag in Rom

Die Audienz beim Papst

Heute ist der große Tag. Ich darf zur Audienz beim hl. Vater.
Sie beginnt um 10.3o Uhr. Ich dachte mir: „Ich gehe aber schon sehr früh aus dem Haus, damit ich einen guten Platz erwiche“. Als ich aber um 07.3o Uhr auf den Petersplatz komme, steht schon eine lange Menschenschlange vor dem Eingang zur Aula Paolo VI.

Die Audienz beim hl. Vater.


Immer mehr Pilger, die mit Bussen gekommen sind, strömen auf den Platz. Um 09.3o Uhr ist Einlass. Es sind Tausende, die hier zur Audienz gehen.
Es ist eine riesige Halle, in die wir hinein geleitet werden. Die ersten 20 Reihen sind abgeteilt.
Es sind Afrikaner, Asiaten und Farbige, aller Colloer, vertreten. Überschlagen sind ca. 6.000 Menschen hier versammelt.
Ich bekomme einen Platz in der 21. Reihe.
Hinter mir sitzt eine Pilgergruppe aus Jülich. Es herrscht eine freudige und ausgelassene Stimmung hier. Es wird gesungen. Die Afrikaner singen ihre Lieder und tanzen dazu in ihren Trachten. Es sind schöne Bilder.
Viele Klosterfrauen sitzen auch im Saal. Eine Gruppe Brautpaare, ca. 20 Paare sind mit dabei. Es ist sehr schön hier. Die Halle ist bis auf den letzten Platz gefüllt.
Dann bricht der Jubel los. -  Der hl. Vater betritt die Bühne, auf der die Schweizergarde die Wache hält.
Der hl. Vater ist umgeben, von vielen Bischöfen und Kardinälen, die mit ihren Pilgergruppen hier her gekommen sind.
Vor mir sitzt eine Jugendmusikkapelle aus Brasilien.
Der Papst begrüßt die Pilger. Betet mit uns und hält eine Ansprache. Nach ca. 2 Stunden ist die Audienz beendet. Nur einige Wenige kamen mit dem Papst in Berührung.
Zum  Abschluss segnet er alle Anwesenden und die Geschenke. Dann verläst er, unter tosendem Applaus, die Halle.
Ich erlebe dann, in der Basilika, an einem Nebenaltar, eine hl. Messe. Es ist jetzt wohl schon die 3. Messe, an der ich, im Petersdom teilnehme.
Im Anschluss gehe ich zurück ins Hotel und mache Siesta. Gegen 17.oo Uhr fahre ich wieder zum Vatikan und gehe zur Engelsburg.

Diese Kirche ist auf halbem Weg zur Engelsburg auf der Via della Conciliazione. Hier habe ich 2 Messen mitgefeiert. Jedes Mal, wenn ich dort hineinging, um zu fotographieren, feierte man dort eine hl. Messe.


Nun wird mir die Zeit zu lang, bis ich nach Hause fliegen kann. Seit Freitag habe ich schon meine Flugdaten, denn Manuela hat am Freitag, per Internet, meinen Flug gebucht. So verbringe ich diesen Tag noch im Vatikan.

die Engelsburg und die gleichnamige Brücke über den Tiber.


Es ist ein unbegreifliches Gefühl all diese historischen Gebäude und Denkmäler zu sehen. Ich stehe auf der Engelsbrücke, die über den Tiber führt, direkt zur Engelburg. Man kann sich nicht losreisen von dieser Stadt und vor allem vom Vatikan.
Doch freue ich mich doch sehr darauf, wenn ich morgen Abend, meine Helga wieder in den Arm nehmen kann.
So nehme ich heute Abschied von Vielem, was ich hier angetroffen habe und weiß heute, im Februar 2010, ein 3/4 Jahr nach meiner Heimkehr, dass ich niemals mehr ganz loskommen werde von Rom und dem Vatikan. Dafür war dass was ich erleben durfte, zu tiefgreifend. Dass ich einmal im Leben am Sarkophag des hl. Petrus stehen könnte, habe ich nie für möglich gehalten.

67.Donnertag-09.07.2009-5.Tag-Rom-Heimflug
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diese Bilder sprechen für sich
ca. 6000 Menschen bei der Audienz
Der hl. Vater. Es umgibt ihn eine Aura, die fasziniert die Menschen, ob jung oder alt. Er wurde gefeiert wie ein Popstar.
Engelsbrücke, Tiber und Engelsburg.