Samstag den 04.07.2009


61. Etappe: Von Rociglione nach Campagnano ca. 30 km

Die vorletzte Etappe,  -  vor ROM  -   beginnt um 05.oo Uhr.  - 
Wegen mir, ist heute, bereits um 05.oo Uhr, die Rezeption extra besetzt.
Gestern, hatte es hier, noch schwer geregnet. - Hinter dem Haus, auf einem Nachbargrundstück, war ein Hund angebunden, der nur soweit laufen konnte, wie seine Leine reichte. Der arme Kerl, stand schutzlos im Regen und heulte.  -  In Deutschland, hätte ich ihm helfen können. Hier wusste ich allerdings, nicht wie.
Ich gehe nun, den Weg, durch die Altstadt. Dazu muss ich dort, wo die Straße, einen Rechtbogen macht, gerade aus und einige Treppenstufen, hinunter gehen. Es lohnt sich, denn die Altstadt, von Rociglione hat einiges zu bieten. Ich verlasse dann die Stadt, durch ein altes Stadttor und wandere weiter, in Richtung Monterosi.
Ich bin nun, auf einer Straße, die von großen, schönen Nadelbäumen gesäumt ist. Die Wurzeln, der Bäume, wachsen und breiten sich, unter der Fahrbahn aus. Da die Bäume, nur an einer Seite, der Straße wachsen, kann man nicht, von einer Allee sprechen. Sie sind aber so wuchtig, dass sie die ganze Straße überspannen. Es ist etwas ungemütlich, über diese Wurzeltrecke zu gehen.
Doch das Wetter, ist auch heute wieder gut. Es ziehen nur noch, einige Hochnebelfelder, vor der Sonne herum.
Solange, sind auch die Temperaturen, erträglich.  -  Heute habe ich Probleme, mit der linken Hüfte. - Ich komme nicht richtig in Gang. -  Es wird Zeit, das meine Pilgerschaft und die Tour, zu Ende geht.  -  Die rechte Motivation, fehlt in den letzten Tagen auch.  -  Seit ich weiß, dass ich am Sonntag, in ROM sein werde.
Nach 2 Std. erreiche ich XXX Miglio. Ich freue mich, denn nach ca. 10 km Fußmarsch, komme ich  zu einer Bar.  -  Gerade rechtzeitig.  -  Doch heute ist Samstag und der Laden hat geschlossen.  -  Macht nichts!  -  Geht es eben, ohne Frühstück weiter, nach Montero.  - 
Hier im Dorf, finde ich auch eine Bar.  -  Doch auch noch zu.  -  Ich habe aber doch noch Glück, denn etwas außerhalb des Dorfes, finde ich eine Tankstelle, mit Bar. In dieser Bar, kann ich dann doch noch Frühstück machen.  -  Die italienischen Tankstellen, sind so konzipiert, dass man hier, mit Checkkarte tanken kann und dadurch, teilweise bis zu 4 Cent, pro Liter Sprit, sparen kann, gegenüber herkömmlichem Tanken, mit Tankwart.
Ich spreche zu hause, mit Helga und ziehe dann weiter, nach Monteras. Nach etwa 1 Std. habe ich Monteras erreicht. Ich gehe wieder, ein Stückchen zurück, um in einer Bar, eine Pause zu machen.  -  Doch auch diese Bar, ist zu.  -  So setze ich mich eben draußen, in eine Anlage und gehe dann, auf der SS-2, der Cassio, weiter.
Sie ist hier ausgebaut, wie eine Autoahn und sehr stark befahren. Von Ronciglione, bis hier her, bin ich den sogenannten „Camino“ gegangen. So nennt sich die Straße hier. Ab hier, bin ich dann wieder, auf der SS-2, der Cassio unterwegs. Die Straße führt, über Bodenwellen, auf und ab.  - 
In Sette Vene, finde ich endlich wieder eine Bar, am Straßenrand, die auch geöffnet hat.  -  Hier mache ich, schön im Schatten, eine längere Pause.  -  Die Sonne brennt wieder unerbittlich, vom Himmel.
Dann mache ich mich wieder, auf den Weg. Es sollen für heute, die letzten 10 km sein. Ich verlasse die Cassio, bei km 26 und gehe, den Schildern folgend, ca. 3 km, zur Albergo Magazzini Generali Otto, in Campagnone. Es ist ein schönes Lokal und etwas am Hang gelegen.
Von hier aus, kann ich in weiter Ferne, in der flimmernden Hitze,
zum ersten Mal,  -  ROM   -  sehen.
Weiter rechts, sehe ich Ostia. Das Meer, ist im Hitzegeflimmer, nur zu erahnen.
Ich bin fast am ZIEL.

hier ist meine letzte Übernachtung vor Rom


Hier habe ich sogar, eine Waschmaschine zur Verfügung. Ich kann also heute, noch alles waschen und komme morgen, mit sauberer Wäsche, in ROM an. Alle Wunden sind inzwischen, wieder gut verheilt. Nur unter dem rechten Fuß, beginnen nach einigen Kilometern, immer wieder, diese höllischen Schmerzen. Meine linke Hüfte, wurde durch die Tempoverschärfung, auch zu sehr beansprucht, so dass die Schmerzen, schon sehr stark sind.   
-  Egal, morgen bin ich in ROM.  -
Heute waren es wieder 30 km.

Gesamtkilometer bisher: ca. 1.844,7 km

(laut  Navi : 26 km  bis Roma )

62.Etappe-05.07.2009-Campagnano-ROM.ca.26km
zurueck-zum-Anfang der Seite
Altstadt, von Rociglione
XXX Miglia
Monteras
Von hier aus ist Rom und Ostia, zu sehen, wenn man weiß, in welcher Richtung sie liegen. Besser gesagt zu erahnen.