Freitag den 03.07.2009


60. Etappe: Von Montefiascone nach Rociglione ca. 37 km

Um 05.oo Uhr, schleiche ich bereits, durch das große Hotel, in Richtung Ausgang.
Der Preis wurde auch hier, für Peregrinos, wieder heruntergesetzt. Vom Hotel aus, geht es zunächst, nach links. Dann rechts und nach 200 m, wieder links, den Berg hoch. Ich gehe jetzt, nach Montefiascone, ins Centrum und zur Kirche.
Aus Richtung Bolsena-See, ziehen Nebelschwaden herauf und hüllen die Stadt in Wolken. Ich wandere weiter, den Berg hinauf und in die Stadt hinein. Dann kommt die große Kuppel, der Kathedrale di  Santa  Margherita in Sicht. Ich habe kaum Zeit, ein Foto zu machen, denn der See, schickt immer neue Nebelwolken hoch, die dann, auch die Kuppel, des Domes, in dichten Nebel hüllen.
In der Stadt, geht dann der weitere Weg, nach links, den Berg hinunter. Dann liegt auf ein Mal, der ganze Berg, im Nebel. Nachdem ich einige Foto gemacht habe, ziehe ich los und schaue nicht mehr zurück. Ein paar Blumen, am Wegesrand, fotografiere ich, für meine Olle. In den Flussniederungen und aus den Wiesen und Weiden, steigen ständig neue Nebelschwaden auf, gegen die sich jedoch, die Sonne zur Wehr setzt.
Es dauert lange, bis die Sonne, die Oberhand gewinnt und dann auch der letzte Nebel, verschwunden ist. So erreiche ich, gegen 09.3o Uhr, Viterbo.

Viterbo


Drei Stunden, bin ich nun unterwegs. Also mache ich, in der ersten Bar, an der ich vorbei komme, meine Frühstückspause. Natürlich rufe ich auch, wie jeden Morgen, meine Olle an  und bespreche mit ihr, meinen weiteren Weg.  -  Sie ist aus den Reiseführern, die sie zu Hause studiert, immer sehr gut, über den Weg, den ich gehe, unterrichtet und weiß somit, was mich dort erwartet.  -  Der normale Weg, würde mich über Vetrella führen. Dorthin will ich aber nicht laufen. Stattdessen möchte ich, auf dem linken Weg, um den Lac Vico herum gehen. Danach will ich direkt nach Bonciglino gehen, um von dort wieder zurück, auf die SS-2 zu gelangen. Ich hatte mich zu dieser Änderung, der Wegstrecke entschlossen, ohne zu wissen, was ich mir damit antue.
Ich gehe also, durch die Altstadt von Viterbo, in dem ich, durch das Tor Fiorentina gehe, dann die Altstadt durchquere und auf der anderen Seite, durch das Stadttor wieder verlasse. Dann gehe ich, in Richtung Ronciglione und aus Viterbo hinaus.
Der Weg beginnt nun langsam, mit einer Steigung, die gleich stark zu nimmt. Am Ortsende, trinke ich noch eine Flasche Wasser. Zur Aufstockung meines Trinkvorrates, nehme noch eine weitere Flasche Wasser mit. Zusätzlich zu meiner normalen Trinkflasche, die immer voll ist. Dann geht es, steil den Berg hinauf. Der Weg, um den See herum, ist ca. 25 km lang. Davon gehen
10 km
ununterbrochen, mal weniger und mal mehr, steil nach oben.  -  Die Passhöhe liegt hier, auf ca. 850 m. Danach geht es, ca. 11 km, den Berg hinunter, nach Bonciglione.  -  Also insgesamt, 21 anstrengende km, durch große Hitze, mit wenig Schatten.
Gut, das ich genug Wasser bei mir habe. Zwei Dosen Cola, habe ich auch noch, im Rucksack. Das ist hier ein Naturschutzgebiet, in dem es, auf den gesamten 21 km, weder eine Kneipe, noch eine Bar gibt.  -  An einem Rastplatz, waren zwei Auslieferungsfahrer gerade dabei, ihre Waren, gegeneinander auszutauschen.

Meine Unterkunft in Bonciglione


Es war ein sehr mühseliger Weg, bis hoch, auf dem Pass. Als es dann endlich wieder abwärts ging, schien mir auch noch, die Sonne, voll ins Geicht. Nach mehrmaligen pausieren, habe ich es dann, gegen 15.oo Uhr, geschafft.
Am Ortsanfang, bekomme ich ein Zimmer. Ich gehe, nach dem Essen, noch in die Altstadt hinein und fange hier, schon einmal an, meine Garderobe auszutauchen. Ich kaufe mir ein neues T-Shirt und werde jetzt, jeden Tag, neue, frische, T-Shirts kaufen und die alten entsorgen.   -   Ich habe bisher, ca. 30 Pfund abgenommen.   -   Es waren heute ca. 37 km.

Gesamtkilometer bisher: ca. 1.814,7 km

61.Etappe-04.07.2009-Rociglione-Campagnano.ca.30km
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Cattedrale di Santa Margherita
der letzte Pass bei 850 m
Rastplatz auf der Höhe
B & B Unterkunft
der Lac de Vico
Confent kurz vor Bonciglione. Das war wieder eine schwere Tour hier über den Berg bei der Hitze. Es hängt ein Gewitter in der Luft, das sich gegen Abend entlädt. Ich höre einen großen Hund jaulen. Der arme Kerl steht im Regen, angekettet und ohne Unterstand.