Samstag den 27.06.2009


54. Etappe: Von Lucca nach Minito-Basso 41,5 km

Heute Morgen, geht es mir gut und darum verlasse ich bereits wieder, um 05.oo Uhr, das Haus. Ich gehe, gleich links, um die Ecke, und schon bin ich, auf der richtigen Straße.
Auf der Via Romana. Auf Dieser muss ich nun weitergehen, auf meinem Weg, nach ROM. Ich bewege mich hier, dem Sonnenaufgang entgegen, also in Richtung Osten.
Ich muss noch, die 2 Postkarten, die gestern geschrieben habe, in einen Briefkasten werfen. Etwas die Straße runter, im nächsten Vorort, von Lucca, sehe ich rechts ein Postgebäude. Hier will ich die Postkarten einschmeißen. Seltsamerweise gibt es in diesem Gebäude, weder einen Briefkasten, noch einen Briefschlitz, in der Wand, wo ich meine Karten los werden könnte. So gehe ich weiter und hoffe, irgendwo am Weg, einen Briefkasten zu finden.
Es ist heute etwas bewölkt und es weht ein kühler, angenehmer Wind, der das Laufen schon merklich erleichtert. Ich wundere mich, immer wieder, wie groß hier, in den kleinen Dörfern, die ich passiere, die Kirchen sind.
Üblich sind hier, Kuppeln, die der Kuppel des Petersdomes nachgebildet sind. So komme ich bald, nach Porcari, dessen weiße Kirche, weithin sichtbar ist. Ich gehe jedoch, links um den Ort herum und mache in einer Bar, die sich an einer großen Kreuzung befindet, eine Pause.  -  Hier ist scheinbar, der Treffpunkt für Tagelöhner, die darauf warten, dass Einer kommt und ihnen einen Job, für diesen Tag anbietet.  -  Ich trinke hier, mehrere Cappuccino.  -  In der Zwischenzeit, werden alle Tagelöhner abgeholt. Somit verdienen heute, alle etwas.
Dann ziehe ich weiter, nach Altopascio. Im Supermarkt, kaufe ich mir noch, mein Frühstück ein.
Dies sind:  2 Brötchen, oder 1 Baguette, nach Möglichkeit im Panino-Shop. Dann in der Metzgerei, 2 Mettwürste, ähnlich wie bei uns, die Zwiebelmettwurst.  -  Gibt es hier, an jeder Fleischtheke.  -  Weiter, zur Gemüseabteilung, 1 Zwiebel.  -  Pfeffer und Salz, habe ich im Rucksack.  -  Dazu gibt es 1 Flasche Milch.  -  Dann noch 1 Flasche Wasser, für unterwegs und 3 oder 4 Dosen Coca Cola Light.  -  Nun hoffe ich, so schnell als möglich, einen geeigneten Platz zu finden, an dem ich dann, meine wohlverdiente Pause machen kann.
An der Grenze, des Bezirkes Lucca, wo ich dann, in den Bezirk Firenze wechsele, wurde vom Verein Comitato per la Via Francigena, ein schöner Rastplatz eingerichtet. - Hier mache ich es mir gemütlich und setze mich, zum Frühstück, nieder. Dabei rufe auch Meine Helga an.
Chimenti heißt das Dorf, an dessen Rand, ich hier sitze. Auf der rechten Seite, befindet sich eine Pferderennbahn, wo immer wieder, Pferdesportler auf ihren Sulkys vorbei kommen. Dann gehe ich, an der Pferderennbahn entlang, auf mittelalterlichem Pflaster, des historisch belegten Pilgerweges, Via Francigena.
Der Weg führt mich zunächst, durch ein Waldstück. Dann den Berg hinunter, zu einem Steg, über den Bach Ponticelli und dann wieder hoch, in den Ort Galleno.  Im Laden „Cartoleria Felix“, den ich direkt rechts, am Ortsanfang finde, lasse ich mir einen Stempel ins Credencial drücken.

historischer Pilgerweg, mit mittelalterlichem Pflaster


Nachdem ich den Ort verlassen habe, wird es wieder bergig. Zuerst muss ich lange Zeit, bergauf laufen. Danach geht es, auf einer langen Straße, immer bergab. Neben mir und rechts vor mir, braut sich wieder ein Gewitter zusammen. Ich höre es schon, donnern und rumoren und laufe immer mehr, darauf zu. Unten angekommen, macht die Straße eine Linkskurve. Ich bin jetzt, dem Gewitter, schon sehr nahe gekommen. Hinter der nächsten Kurve, muss ich mich entscheiden:
„Gehe ich rechts hinein und folge dem Wegweiser, zu einer Bar, die ich aber noch nicht sehe?  -  Oder gehe ich gerade aus, über den Ponte a Cappiano?  -  Danach über den Fluss Usciano und finde ich dann frühzeitig, bevor das Gewitter loslegt, eine Möglichkeit, mich unterzustellen?“  -
 Ich gehe also erst einmal, nach rechts, in die Siedlung und suche die Bar.  -  Die Bar ist aber nicht zusehen und wird am Straßenende, noch einmal angezeigt.  -  Das bedeutet, dass die Bar erst im nächsten Dorf ist.  -  Zu weit!  - 
Also wieder zurück und nach rechts, über die Brücke. Dann erreiche ich, auf halbem Wege, nach Fucecchio, eine ESSO - Tankstelle. Das Gewitter, ist jetzt direkt über mir. Es blitzt und donnert, an einem Stück. Regen fällt aber noch nicht. Ich bleibe also, an der Tankstelle, kaufe mir dort, eine Flasche Wasser. Dann setze ich mich und warte das Wetter ab.
Einer der Tankwarte, setzt sich zu mir. Wir unterhalten uns, so gut es geht und dass Wetter, verzieht sich, ohne dass auch nur ein Tropfen Regen gefallen ist. Dann mache ich mich wieder, wie man so schön sagt: „Auf die Socken“.
Als ich etwas später, nach Fucecchio komme, ist hier alles, triefend nass. Das Gewitter, hat also hier, seine Wassermassen abgeladen. Ich wandere, in der Neustadt, durch eine Allee, von Ahornbäumen und gehe hinauf, in die schöne Altstadt. Am anderen Ende, der Stadt, geht es wieder den Berg hinunter. Wieder geht es, durch eine Allee und weiter, nach Miniato.
Das Gewitter, zieht immer noch, in der Gegend umher. So sehe ich zu, dass ich schnell, ein Zimmer bekomme, bevor das Gewitter, wieder zurückkommt. In Miniato Basso bekomme ich, in der Albergo Elio, ein Zimmer.  - 
Jetzt muss ich aber, noch schnell einkaufen. Denn da, wo ich morgen unterwegs bin, gibt es lange Zeit, keine Möglichkeit, etwas zum essen zu bekommen.  -  Außerdem, ist morgen Sonntag.
Nachdem ich alles erledigt habe, rufe ich zu Hause an und berichte, vom Tag.  -  Ich habe mir, in der Apotheke, auch neues Verbandmaterial, Voltaren-Schmerzgel, sowie Wund und Heilsalbe gekauft. - Ich muss den rechten Fuß, immer noch etwas bepflastern. Es ist aber, nicht mehr, der Rede wert.  -  Was mir sehr viel mehr, zu schaffen macht, ist der Ballen, unter dem rechten Fuß!  -  Wie schon berichtet, schmerzt und sticht er, immer nach etwa 20 km, so sehr, dass ich dann, eine längere Ruhepause brauche. - Nachdem ich nun auch noch, die Tageskilometer erhöht habe, schmerzt jetzt auch, die linke Hüfte wieder. Heute waren es schließlich 41,5 km.
Gesamtkilometer bisher: ca. 1.582,7 km

55.Etappe-28.06.2009-Miniato.Basso-Poggibonsi.ca.38km
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Capannori
Porcari
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Chimenti
Galeno
Fucecchio
hinauf in die Altstadt
Brücke über den Fluss
San Miniato-Basso