Donnerstag den 25.06.2009


52. Etappe: Von Ponzano Magra nach Valdicastello Pietrasanta ca. 41 km

Heute breche ich bereits früh auf. Um 05.3o Uhr, ist heute Startzeit. Es geht wieder auf die SS-62 und dann, Richtung Sarzana. Die knapp 5 km, habe ich bereits, nach einer knappen Stunde, hinter mir. Dann beginnt, ein nicht enden wollender Weg, durch die Stadt, bis zu einem großen Kreisverkehr, an dem nun die SS-1 abgeht und auf der ich nun weitergehe.
Es ist die berühmte Via Aurelia, auf der ein Verkehr abläuft, das es nicht mehr schön ist.
Die Italiener, sind für mich, die rüpelhaftesten Autofahrer. Fußgänger zählen überhaupt nicht. Sie kommen  angefahren und bleiben direkt vor mir, auf dem Bürgersteig, stehen. Dann steigen sie aus und holen sich, eine Zeitung. Als Fußgänger, muss ich dann, um das Auto herum laufen, in dem ich auf die Fahrbahn treten muss.
Oder, sie kommen aus einer Seitenstraße und fahren, obwohl sie mich kommen sehen, bis ganz vorne und vertellen mir einfach den Weg. Ich kann dann zusehen, wie ich, bei diesem Verkehr, weiterkomme.  
Ich wandere weiter, nach Dogon, wo ich mein Frühstück einkaufe. Dann setze ich mich, an dieser viel befahrenen Via Aurelia, auf eine Bank und mache meine Frühstückspause. Ich schätze mal, dass ich hier, nur ca. 5 bis 6 km, von der Küste, des Mittelmeeres, entfernt bin. Es ist etwas dunstig und so ist nicht festzustellen, ob von hier aus, das Meer schon zu sehen ist, oder nicht. Ich rufe dann, Meine Helga an und erzähle ihr, wo ich hier gerade bin.  -  Hier waren wir, vor etlichen Jahren, schon einmal zusammen.  -  Sie dreht gerade wieder, ihre Runden, auf dem Trimmrad.  -  Danach gehe ich weiter, immer auf der Via Aurelia, nach Avenca.
Massa und Carrara, sind die Hauptstädte, des Marmor-Abbaus. Der Marmor, hat dieser Region, Reichtum und Wohlstand gebracht und wird dies auch weiterhin, noch viele Jahre, garantieren. Bereits seit Jahrhunderten, bricht und schneidet man hier, den Marmor, aus dem Fels und verschickt ihn, in die ganze Welt. Man sieht, die Abbaustelle, hoch über der Stadt, im Fels, leuchten. Die ganze Region, lebt hier, vom Marmor.
Große, schwere Laster, fahren ständig, mit schweren Marmorblöcken,  in verschiedenen Farben und Maserungen, durch die Gegend.
Ich bin, auf meinem Pilgerweg, durch verschiedene Regionen gegangen. -  Es ging durch große Wälder. Hier war dann die Wald- Forst- und Holzwirtschaft vorrangig.  -  Es ging durch Obst-Anbaugebiete.  -  Hier wurde alles vom Obst bestimmt.  -  So war es auch, in den Weinbergen.  -  Und hier, ist es eben der Marmor.  -  Er bestimmt hier das Leben und den Tagesablauf, der Menschen. Sogar die Bordsteine, an den Straßen, sind hier, aus Marmor.
Ich brauche lange, bis ich aus Massa heraus bin und dann wieder weiter, auf der SS-1, in Richtung Pietrasanta, unterwegs bin. Immer wieder, begegnen mir Schwerlaster, mit großen Marmorblöcken.
Heute Morgen, war es etwas bewölkt. Ein Gewitter, zog hier durch. Dann hat es, auch etwas geregnet. Doch jetzt, ist es wieder klar und warm. Ich wandere weiter, immer der SS-1 entlang. Parallel dazu, verläuft eine Bahnstrecke. Rechts, geht es dann ab, nach Marina di Pietrasanta, wo wir, (Helga und ich) vor Jahren, auch schon einmal, zusammen waren.
Bald habe ich, Pietrasanta erreicht und die übliche Suche, nach einem Zimmer, beginnt. Ich versuche hier, direkt an der SS-1, eine Unterkunft zu bekommen. In einem B&B – Haus, habe ich kein Glück. – Es öffnet niemand.  -  Die Albergo, die ich hier finde, ist von der Polizei versiegelt.  -  Wer weiß warum!

Pietrasanta


So ziehe ich also, von der Via Aurelia, nach links weg und direkt, nach Pietrasanta hinein. Auch hier, gibt es keine Möglichkeit, ein Zimmer zu finden. Am Ortsende, sehe ich wieder ein Schild, zu einem B&B - Haus und rufe, zur Vorsicht, dort an. Ich bekomme dort ein Zimmer, muss aber noch, ca. 3 km, den Berg hinauf wandern, nach Valdicastello. Der Ort, zählt zwar noch, zu Pietrasanta, liegt aber, weit außerhalb und hoch oben, am Berg. Wenn ich das vorher gewusst hätte, wäre ich nicht, dorthin gewandert. Ich bekomme, ein schönes Zimmer, mit WC und Swimmingpool, im Garten. Die Wirtin, zeigt mir noch, das Haus und dann geht sie. So bin ich dann, alleine im Haus. Etwas später, schleicht ihr Sohn, für kurze Zeit, durch das Haus. Dann bin ich wieder alleine.

B & B Haus inValdicastello Die Kirche


Ich rufe meine Olle an und sehe mir danach, den Ort an. Hier gibt es sogar, eine öffentliche Toilette. Das Dorf besteht nur, aus einer Straße, die sich sehr steil, nach oben schlängelt. Eine eher große Kirche, hat man hier auch. Sie ist aber leider, wieder geschlossen.
Es waren heute 41 km. Laut meinem Navi, bin ich ROM, in etwa, in der gleichen Kilometerzahl, näher gekommen.  -  Als Fußgänger, gehe ich schließlich, teilweise, andere Strecken, als das Navi, mir vorgibt. Dadurch besteht immer, eine kleine Differenz.
Gesamtkilometer bisher: ca. 1.503,2 km 

53.Etappe-26.06.2009-Valdicastello.Pietrasanta-Lucca.ca.38km
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auf dem Weg bis Sarzana
Marmorabbau hoch über Carrara, von Avenca zu sehen
über Massa
Stadt auswärts
auf dem Weg nach Pietrasanta
Aufstieg in die Berge nach Valdicastello, nach einer langen Etappe sehr anstrengend. Ich wurde aber belohnt, indem ich dort einen Swimmingpool antraf und benutzen durfte.