Dienstag den 23.06.2009


50. Etappe: Von Cassio nach Pontremoli ca. 36 km

In der vergangenen Nacht, hat es wieder geregnet. Heute Morgen, um 06.oo Uhr, ist es aber trocken und es sieht so aus, als ob es ein schöner Tag werden wird.
Zur Vorsicht, packe ich aber, meine Gitarre und den Rucksack, wasserfest ein.
Gestern war für mich, ein sehr schwerer Tag und meine Beine, haben noch, bis lange in die Nacht, weh getan.
Nun bin ich auf dem Weg, zum Cisa-Pass. Bis dort ist es aber, noch ein gutes Stück. Es sind noch, gut 17 km bergauf. Heute tue ich mich irgendwie, sehr schwer und komme nur langsam, auf Tour. Nach ca. 4 Stunden Laufzeit, bin ich in Berceto. Hier mache ich eine Pause.
Über den Via Francigena, geht der weitere Weg, sehr steil, den Berg hinunter, bis auf den historischen Untergrund.
Am Monte Marino, habe ich mich nicht verleiten lassen, auf dem Via Francigena zu gehen, sondern bin hier, auf der Landstraße, geblieben.  -  Hier bin ich nun hinunter gestiegen. Wäre ich auf der SS-62 geblieben, brauchte ich jetzt nicht, zurück und hinauf, zur SS-62 hochsteigen.

Berceto


Aber jetzt, mache ich zuerst einmal Pause. Dazu habe ich mir, zu trinken und etwas, zum essen, besorgt. Dann ziehe ich weiter. Aus der Stadt heraus, geht es zuerst, sehr steil hoch.
Nachdem ich aber, nach etwa 500 m, die SS-62 wieder erreicht habe, geht es nur noch ganz sachte, weiter bergauf. Ich sehe schon, weit Voraus, wie die Trasse weiter, am Berg entlang, verläuft. Die 250 Höhenmeter, die von mir noch, auf dieser Straße, bis zum Pass, in ca. 9 km Entfernung, überwunden werden müssen, sind jetzt gleichmäßig verteilt. Es ist ab hier, wirklich nur noch, ein Spaziergang.
Zwei km vor dem Pass, befindet sich noch eine Bar, in der ich jetzt, noch einmal Rast mache.

Bar im Haus der Kommune vor dem Cisa-Pass. Willi auf der Passhöhe


Hier sitzt ein italienischer Pilger. Er ist ausgerüstet, wie ein Astronaut. Er hat jede Menge, technische Geräte, bei sich.
So trägt er, auf seinem Rucksack, einen Sonnenkollektor, der ihm unterwegs Strom erzeugt, für seine Geräte. Es sieht aber irgendwie komisch aus, wie er so durch die Gegend wandert.
Dann zählt er auch, zu der Sorte Italiener, die Stur und mundfaul sind. Dagegen ist die Bedienung, in der Bar, umso freundlicher.
Nach 3 Cappuccino, ziehe ich weiter und erreiche, nach 2 km, den Cisa – Pass, auf 1.039 m Höhe.
Hier kaufe ich mir, nun endlich, einen neuen Wanderstock, denn die Hunde, sind mir hier, doch zu angriffslustig. Meine Drohgebärde, könnte auch mal schief gehen.

hier kann man rund um den Hauptchor der Kirche auf dem Cisa-Pass gehen.
der weitere Gang um den Mittelteil der Kirche. Hier der Hauptaltar.


Wenn man, hier auf dem Pass, durch das Restaurant und dann noch, auf der anderen Seite, durch den Kiosk geht, überschreitet man, den Cisa-Pass. Gleich dahinter, steht rechts, hoch im Berg, eine schöne Kirche, die man über viele Treppenstufen, erreichen kann.
Hier in der Kirche, mache ich eine, etwas längere Pause und hänge so, meinen Gedanken nach. Hierbei begreife so langsam, dass ich schon bald, in ROM und dann, an meinem großen ZIEL sein werde.
Dann gehe ich weiter. Ich bin nun, bereits in der Toskana, unterwegs, die ich gerade, beim Überschreiten des Passes, betreten habe.
Ich erreiche, über die SS-62 Montelungo und ziehe aber noch weiter und hinunter, nach Portremoli, das etwa 17 km, hinter dem Pass liegt.
Im „Hotel Napoleon“ bekomme ich ein Zimmer und kann mich duschen und frisch machen.
Anschließend, schaue ich mir dann die Stadt, mit ihren schönen Piazza´s an, die stark bevölkert sind. Dann rufe ich Helga noch einmal an. Aber dann, setze ich mich, in aller Ruhe hin und schreibe,  -  Meiner großen Liebe,  -  Meiner Helga,  -   einen Brief.
Heute waren es 36 km.   -  An einem schönen und nicht zu anstrengendem Wandertag, über den Cisa - Pass.
Gesamtkilometer bisher:  ca. 1.426,2 km

51.Etappe-24.06.2009-Pontremoli-Ponzano.Magra.ca.36km
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Cavanzola
am Monte Marino
Via Francigena nach Berceto
Kirche am Passo de Cisa
Montelungo
Portremoli das Ziel meiner heutigen Etappe