Montag den 22.06.2009


49. Etappe: Von Noceto nach Cassio ca. 35 km

Um 06.oo Uhr, verlasse ich das B&B – Haus.
Von Breakfast, (Frühstück) ist um diese Uhrzeit, noch nichts zu bemerken. Der Sänger hat, bis etwa 01.oo Uhr, seine Lieder geschmettert. Der Patron schläft noch,  -  sagt die Putzfrau. So ziehe ich eben los. -  Am Haus vorbei, dann immer, in Richtung Süden.
An einer gut befahrenen Querstraße, versuche ich, ein Auto anzuhalten, um nach dem Weg zu fragen. Da sind die Italiener, aber doch nicht so freundlich, denn es hält niemand an. Ich gehe also, auf gut Glück weiter, nach Süden und meinem Gehör nach.  -  Ich höre nämlich Autogeräusche, von einer stark befahrenen Straße. Um zu dieser zu gelangen, muss ich aber erst wieder, an so einer kleinen Bestie vorbei. Hier hilft es mir wieder, dass ich nach dem Motto handele:  - „Angriff ist die beste Verteidigung“. - So mache ich wieder eine Drohgebärde und gehe ein paar Schritte, auf ihn zu. Das genügt.  -  Er zieht den Schwanz ein und läuft weg.
Dann erreiche ich eine Landstraße, die mich hinauf, in die Berge führt. Es ist die letzte, große Hürde, die ich noch nehmen muss, dann ist der Weg, zum  Meer, frei. In Felegara, kaufe ich, in einem kleinen Geschäft, Briefpapier, Briefmarken und 1 Kouvert. Jetzt kann ich, meiner Ollen, einen Brief schreiben.  -  Mein Inneres sagt mir:  „Es muss eben sein!“
Dann wandere ich weiter, immer leicht bergauf, nach Ramiola. Hier kaufe ich mir, im SB-Markt, mein Frühstück zusammen und überquere dann, nach rechts, den Fluss Tara. Bald komme ich, nach Fornovo di Taro. Direkt hinter einer langen Brücke, finde ich, in einem Bus-Wartehäuschen, einen Platz, wo ich dann, in Ruhe frühstücken kann. Nachdem ich auch bei Helga, zu Hause, angerufen habe, gehe ich weiter.
Nach etwa zwei Stunden, beginnt dann der Aufstieg. Er ist sehr steil und anstrengend. Ich bin jetzt, auf der SS 62. Hinter Bardone, mache ich nochmals, eine Pause. Zum Glück, habe ich noch zwei Dosen Cola, im Rucksack. Drei ältere Herren, sagen mir, dass es in Cassio eine Albergo gibt. Im Wanderführer steht aber, dass es dort auch ein B&B - Haus gibt.
Nach Aussage, der drei Herren, sind es noch ca. 5 km, bis dort. Es sind aber eher, noch 7 km bis dort.  -  Immer steil, bergauf.  -  Ich mache dann, an einem Rastplatz, im Wald, eine weitere Pause. Von hier aus, kann ich aber Cassio, schon sehen. Der Aufstieg, war heute sehr anstrengend, aber die Aussicht, entschädigte dafür.
So komme ich dann, nach Cassio. Der Ort, zieht sich sehr lang, immer am Berg entlang.
Ich betrete den Ort, von oben kommend und muss darum, im Dorf steil abwärts gehen, zum Ristorante "Da Veronica", mit B&B. Hier bekomme ich dann mein Zimmer.

Cassio B & B Unterkunft und Pilgerherberge im Haus der Kommune


Nach dem Duschen, lege ich mich etwas hin und schlafe, bis 19.oo Uhr. Ab und zu werde ich allerdings wach, weil mir die Beine schmerzen. Heute hat es zum ersten Mal, richtig weh getan und ich musste mich, regelrecht anstrengen und richtig durchbeißen.
Nach dem Abendessen, schreibe ich noch mein Tagebuch. Für den Brief, an Meine Olle, muss ich besser drauf sein. Das mache ich dann, am besten, morgen. Jetzt rufe ich Helga an und dann mache ich, für heute, Schluss.
Es waren heute, sehr schmerzhafte,  - 35 km,  -  aber mit großartigen Ausblicken.
Gesamtkilometer bisher:  ca. 1.390,2 km

50.Etappe-23.06.2009-Cassio-Pontremoli.ca.36km
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Abmarsch
Felegara
Ramiola
Fornovo di Taro
(Taro-Brücke)
Bar vor Casola
Casola
Cassio hoch im Berg
Wegweiser