Samstag den 13.06.2009


40. Etappe: Von St.-Vincence nach St.-Martin ca. 33 km

Das Frühstück, am heutigen Morgen, war das Schlechteste, was ich bisher irgendwo erhalten habe.  -   Es gab nur 1 Hörnchen, aber wenigstens mit Füllung. Dann 4 winzig kleine Zwieback 4 x 5 cm und 1 cm dick. Dazu 2 Stückchen vorgepackte Butter, 2 Portionen Marmelade, aber jede Menge Tütchen Zucker, 2 Tassen italienischen Kaffee (oder sollte das Tee sein?) mit Milch und 2 Gläser Saft.   -   Kein Käse, keine Wurst  -  und die zweite Tasse Kaffee und Saft, musste ich mir erfragen.

Blick zurück am Morgen auf St. Vincence


Kurz nach 07.oo Uhr, war ich wieder auf meinem Weg, nach ROM. Auch hier, ging das recht problemlos. Ich brauchte nur der Hauptstraße nach zu gehen, die im weiten Bogen, zur Landstraße ss 26 zurück geführt wird. Der Weg geht auch heute, stetig bergab und an Burgen vorbei, die von den Bergen, einst das Tal bewachten.
So passiere ich die Orte Romain, Cillian, Saint Germain und gehe an der Burg Montjovet vorbei. Ich wandere noch durch einige weitere Dörfer und erreiche das Dorf Verres.
In Verres, in einem Supermarkt, kaufe ich mir eine Flasche Aqua con Gas (Flasche Wasser mit Kohlensäure) zu meiner ersten Pause. Allerdings muss ich aber noch, bis Arnad gehen, um einen geeigneten Platz zu finden.
Über Verres, thront auch eine imposante Burg, die weithin sichtbar ist. In Barmes, durch das ich jetzt wandere, steht eine Bank, doch leider, in der prallen Sonne. Also nichts für mich. Dann also weiter, bis zum Konvent Arnat An einer Kapelle, unter dichten Bäumen, steht hier auch eine Bank. OK,  -  hier ist mein Platz, für die Pause. Bevor ich allerdings „Meine HELGA“ anrufe, zuerst die Schuhe aus und die Füße entlasten. Sie tragen mich schließlich schon seit 3 Stunden, ohne Unterbrechung.
Dann nehme ich meine Medizin ein, die ich täglich nehmen muss. Jetzt noch den Wanderführer raus, damit ich meiner Lieben Ollen Rede und Antwort stehen kann, wenn ich sie jetzt anrufe. Das ist nun der eingespielte Tagesablauf, seit ich mich, auf meinem Weg, nach ROM gemacht habe. Darauf freue ich mich schon, jeden Tag, morgens beim Aufstehen.
Ich habe mittlerweile die Höhe des Flusses Dorea Baltea, auf gleicher Höhe erreicht. Durch die Bäche und kleinen Flüsse, die rechts und links, aus den Bergen, in den Fluss fließen, ist aus dem einstigen Bergbach, der weit unter mir, parallel zur ss 26 fließt, ein richtiger Strom geworden. Von hier aus, sehe ich schon, in weiter Ferne, die große Burg Bard stehen, die hier das ganze Tal beherrscht. Sie war in früherer Zeit, fast uneinnehmbar.
Ich gehe um die Burg herum und mache, an der Rückseite, auf einem Parkplatz, eine Rast.

Brücke über den Fluss Dorea Baltea, vor der Bard-Burg nach Höne, Bard-Burg von der anderen Seite gesehen.


Dann ziehe ich weiter, nach Donnas. Vor Donnas, sind Reste einer Römerstraße, mit einem Felsenbogen, zu sehen. Der Bogen, macht allerdings, in meinen Augen, einen künstlichen Eindruck. Nun, ich fotografiere ihn trotzdem und gehe dann, nach Donna hinein. Der Ort zieht ich sehr lang hin und geht ohne merklichen Übergang, in den Ort Ponte St.-Martin über. Etwas, was mir schon gestern unangenehm aufgefallen ist, sind auch hier, die Kreuze am Straßenrand.
Nun beginnt wieder, die elende Zimmersuche. Im ersten Hotel ein Schild: „Completto“ Ich gehe weiter, in den Ort hinein und gelange, zum
„Ponte Romano“.

die berühmte Römerbrücke "Ponte Romano" in Pont Saint Martin


Im gleichnamigen Hotel, bekomme ich aber dann ein Zimmer.
Ich rufe meine Olle an und berichte vom Tag. Nachdem ich geduscht und umgezogen bin, sehe ich mir, den Ponte Romano und die Umgebung an. Heute habe ich, bei schönem Wetter, wieder 33 km geschafft.

Gesamtkilometer bisher: ca. 1.083,2 km

41.Etappe-14.06.2009-Ponte-St.Martin-Piverone.ca.30km
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Montjovet und Kastello
Berrias
Verres
Konvent Arnad
Römerweg vor Donnas
Hier im Aostatal begegnet man vielen Bauwerken aus dem Altertum. Das Mittelalter hat hier viele Spuren hinterlassen. Es gibt kaum einen Weiler in dem nicht eine Burg oder Castell errichtet wurde.