Freitag den 12.06.2009


39. Etappe: Von Aosta nach Saint Vincent ca. 35 km

Nach einer guten Nacht, war ich heute schon, um 07.oo Uhr, beim Frühstück. Auch hier kann man das Frühstück vergessen.
Um 07.3o Uhr bin ich wieder, auf meinem Weg, nach ROM. Heute war es einfach auf den richtigen Weg zu kommen. Ich brauchte nur, vom Hotel aus links abzugehen und schon war ich, auf der richtigen Straße. Sie führte mich, aus der Stadt hinaus, auf die ss26, der ich immer folgen werde.
Gegen 08.3o Uhr, war es schon 22°C und die Sonne scheint, vom wolkenlosen Himmel. Der Wind weht kräftig und bringt so, die nötige Kühlung. So war ich dann schnell, durch St- Christophe, einem Vorort von Aosta. Ich gehe weiter, über die Landstraße, bis Ouart. Dann am Kastello vorbei und nach Nus.
Nach 3 Stunden Wanderung, schmerzen mir die Füße und müssen eine Pause haben.
Gestern, nach dem Duschen und einer Verschnaufpause, bin ich nach Aosta hinein gegangen. Die Altstadt war voller Menschen, die bei dem schönen Wetter, einen Bummel durch die Altstadt machten. In einem Straßenrestaurant, habe ich eine Pizza gegessen. Dabei beobachtete ich eine Stretchlimousine, die man hier, zur Stadtrundfahrt, mieten kann. In Aosta gibt es mehrere Kirchen. Leider waren alle geschlossen.
Nun sitze ich hier, in Nus, in einer Bar und trinke Cola. Ich rufe Helga an und ziehe, gegen 11.oo Uhr, weiter. An beiden Seiten, der Straße, türmen sich die Berge 2- bis 3.000 m hoch auf. Teilweise haben sie noch, Schnee bedeckte Kuppen  und mitten drin,   -   Pilger Willi,  -der die 2. große Hürde genommen hat und über die Alpen hinüber ist.

die Burg und das verfallene Dorf Barmaz


Rechts und links, auf den Bergen, wurden in  früherer Zeit, unzählige Burgen errichtet. Es zeugt von der Wichtigkeit, die diese Pass-Straße, bereits damals hatte. Hier wurden verschiedenste Waren, über die Alpen, nach Norden und bis ins Rheinland transportiert. Der Weg war immer hart umkämpft.
Noch etwas fällt mir hier auf.  -  Auf dem Stück Straße, von Aosta bis St.-Vincent, sehe ich an die 12 Wegekreuze verunglückter, junger Menschen, die hier starben.  -  Eine bedrückende Tatsache!
Zwei Stunden später, habe ich Chatillon erreicht und mache hier, erneut eine Pause. Mein rechter Fuß, macht erneut Probleme. Es ist wie verhext: „Ein Problem ist bald behoben. Das heißt, meine Wunde, am rechten Fuß, ist soweit verheilt, dass ich sie kaum noch spüre, aber noch verbinden muss. Da stellt sich wieder was Neues ein. Also jetzt merke ich, seit Tagen, wenn ich an die 20 km gelaufen bin, habe ich das Gefühl, als würde sich  zwischen den Zehen und dem Ballen, am rechten Fuß, eine Wulst befinden, die dann unglaubliche Schmerzen verursacht. Dann muss ich eine Pause einlegen. Danach ist es zwar weg, hält aber dann nur für ca. 1 Std. und ich muss wieder pausieren“.   -  „Wer auch immer versucht, mich dadurch aufzuhalten, wird sich wundern!  -  Ich halte durch und werde ROM erreichen!  -  Ich habe es versprochen!   -  Basta!“
So ziehe ich also weiter und durchlaufe zwei Straßentunnel. Dann kann ich, weit voraus, bereits St.-Vincence sehen. Direkt am Stadteingang, gibt es ein B&B-Haus. Leider öffnet niemand, auf mein klingeln hin.  -  Wäre ja auch zu schön gewesen, direkt etwas Passendes zu finden.  -  So wandere ich weiter, von der Hauptstraße weg, in die Stadt hinein, die sich am Berg anschmiegt. Mein Weg führt mich am Spielcasino „Casino de la Vincenzo“ vorbei. Es soll eines der schönsten, in ganz Europa sein. Hoch über der Stadt, sieht man die Therme.
Vor der Kirche, im Hotel Haiti, bekomme ich ein Zimmer.

St. Vincence, Pfarrkirche und Spielcassino


So habe ich heute, wieder 35 km geschafft und das bei strahlendem Sonnenschein und großer Hitze. Ich muss zusehen, dass ich jetzt die warmen Sachen wegschicke. Das geschieht auch, bei nächster Gelegenheit.


Gesamtkilometer bisher: ca. 1.050,2 km

40.Etappe-13.06.2009-St.Vincence-St.Martin.ca.33km
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