Sonntag den 31.05.2009   -   (Mandy hat Geburtstag)


27. Etappe: Von Efringen-Kirchen nach Aesch ( Schweiz ) ca. 27 km

Um 07.oo Uhr sitze ich, in der Probierstube, des Winzerhofes, beim Frühstück. Nachdem ich den Hof verlassen habe, gehe ich zwei Mal links und bin schon in der richtigen Richtung.
Mein Weg führt mich zurück, zur B 3 und dann weiter, in Richtung Weil am Rhein.
Eimeldingen ist der erste Ort, den ich erreiche. Von hier aus, geht es weiter, nach Haltingen. Vor Weil am Rhein, am großen Kreisverkehr, wo die Straße nach Lörrach abzweigt, stehen wieder Kirschbäume, am Straßenrand. Hier lasse ich es mir, erst ein Mal, richtig gut schmecken. Es sind dicke, fast schwarze Kirschen, die mich hier wieder daran erinnern, „dass der himmlische Vater alle ernährt“.
Danach geht es dann wieder weiter, Richtung Weil am Rhein. Ich gehe dann links, an dieser großen Stadt vorbei, kaum dass ich sie berühre. Im Sportzentrum, am Stadtrand mache ich eine Pause. Hier melde ich mich zu Hause und dann muss ich Mandy zum Geburtstag gratulieren. Sie hat meine Postkarte erhalten.
Dann sehe ich, auf meinem Handy, dass „Udo“ angerufen hat. Ich rufe zurück. Dann geht es weiter. Nach kurzer Wegstrecke, bin ich am Grenzübergang.
Er ist zwar besetzt. Aber niemand stört sich daran, wie ich von Deutschland in die Schweiz hinüber wechsele. Dieser Übergang kommt mir irgendwie bekannt vor. Hier sind wir einmal, im Urlaub, rüber gefahren. Das liegt aber schon viele Jahre zurück.
Ich gehe weiter. Plötzlich stehe ich vor einem Fluss und einem Wirrwar von Brücken und Straßen. Ich überquere also erst einmal den Fluss. Dann frage ich mich, auf der anderen Seite, solange durch, bis ich auf der richtigen Straße, in Richtung Basel bin. Der erste Eindruck, von der Schweiz, kann kaum noch schlechter sein. In Deutschland hat man einen Schilderwald, der eindeutig zu vielfältig ist. Hier in der Schweiz, fehlen jedoch wichtige Hinweisschilder.
Nachdem ich nun die Straße, in Richtung Basel, hinunter gelaufen bin, stehe ich plötzlich wieder vor einer Querstraße und weiß wieder nicht, wo es weiter geht.  -  Rechts, oder Links? Ich muss also wieder fragen und erfahre, dass ich nach links gehen muss. Mein Informant konnte mir aber nur die grobe Richtung angeben. Ich frage dann, in der Stadt, die ich tatsächlich erreicht habe, nach dem Weg. Mein Gegenüber hört direkt, dass ich aus dem Rheinland komme.
Er ist auch Deutscher und kommt aus Mönchengladbach. Er sagt mir, wie ich zum Rhein komme und dass ich dann, über die 2. Brücke, auf die andere Seite wechseln muss.
Ich sage ihm, wohin ich will und er sagt mir, ich soll mich, wenn ich die Brücke überschritten habe, an den Bahnschienen orientieren. Unterwegs, frage ich immer wieder Passanten nach dem weiteren Weg. Denn ich möchte so schnell als möglich, aus dieser Stadt heraus und wieder ins freie Land kommen.
Nachdem ich am Bahnhof vorbei bin und über eine Brücke und über die Schienen gegangen bin, komme ich so langsam aus der Stadt heraus. So wandere ich zunächst nach Reinach und dann weiter, nach Aesch.
Auf meinem Navi sehe ich die Telefonnummer des „Hotel Mühle“, in Aesch. Ich rufe unter anderem auch hier an und entscheide mich dann für das „Hotel Mühle“ in Aesch. Die Übernachtungspreise sind überall gleich. Wie abgesprochen.
Somit bleibe ich auf der Straße, nach Delemont, wohin ich morgen kommen will. Ich sehe, auf dem Weg nach Aesch, rechts und links die Berge und die Dörfer, die sich hier malerisch an die Hänge schmiegen.
Die Trambahn, an deren Schienenstrang ich mich seit der Rheinbrücke in Basel orientiert habe und wo ich seither nebenher gelaufen bin, fährt hier mitten auf der Straße. Sie endet in Aesch.
Im „Hotel Mühle“, das mitten im Dorf, an der Hauptstraße liegt, kehre ich ein.
Es war heute ein schöner, sonniger Tag, der um die Mittagszeit auch sehr warm wurde. Da  ich ja immer Richtung Süden gehe, steht in der Mittagszeit, die Sonne direkt vor mir und scheint, ohne jeden Schatten, erbarmungslos auf mich hinab. Dann läuft mir der Schweiß überall zusammen.

Jetzt bin ich endlich in der Schweiz. Von jetzt an geht es wohl ständig höher.
Mein heutiges Etappenziel Aesch/Hotel Mühle


Es waren heute ca. 27 km. Ich habe die erste, große Hürde genommen und bin jetzt in der Schweiz.
Vor der Schweiz habe ich gehörigen Respekt, denn die Berge, auf die ich jetzt zulaufen werde, sind nicht ohne.
Die zweite Hürde ist erst genommen, wenn ich über den „Großen Sankt Bernhard“ die Schweiz wieder verlassen kann und nach Italien hinein laufe.
  -   „Schau´n mer Mal!“  -  Was noch alles auf mich zu kommt.
Gesamtkilometer bisher: 680,5 km

28.Etappe-01.06.2009-Aesch-Delemont.ca.32km
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Storch auf der Kirche
Ich gehe hier in die Schweiz hinein.
Rheinbrücken und Promenade in Basel
Bauwerke in Basel
Reinach