Freitag den 29.05.2009


25. Etappe: Von Freiburg nach Heitersheim ca. 25km

Der Tag heute, fängt schon richtig gut  an!  -  Ich kann den Schlüssel vom Haus und vom Spinnt nicht finden, den ich Gestern bekommen habe.  -  Also noch Mal den Rucksack auspacken und alles durchsuchen. Es nützt alles nichts!  -  Ich muss insgesamt 55,--  € für den Verlust bezahlen. Erst dann, kann ich abziehen.
Um 07.15 Uhr verlasse ich humpelnd das Haus. Meine linke Hüfte schmerzt sehr stark und mein rechter Fuß will überhaupt nicht so, wie ich das gerne hätte.
 -  Ich bin ehrlich!  -  Ich habe heute überhaupt keine Lust!   
Also beim nächsten Bus-Haltehäuschen hinsetzen, rechten Schuh aus und den Fuß neu verbinden. Dann geht es mir etwas besser und ich gehe weiter. Nach gut 1 Stunde Wegstrecke, setze ich mich auf eine Bank und rufe meine Olle an. Sie erzählt mir, dass sie auf unserer Terrasse sitzt und frühstückt.  -  Das sind dann die Momente, wo ich gerne zu Hause wäre.  -  Aber das bedeutet nicht, dass ich auch nur daran denken würde, aufzugeben.
Ich freue mich jeden Tag, trotz Heimweh, Schmerzen und Sehnsucht nach Helga  und zu Hause,  dass ich ROM, mit jedem Schritt, ein Stück näher komme“.
So geht es jetzt auch wieder weiter. Ich werde heute bis 14.oo Uhr wandern und dort bleiben, wo ich dann bin. Ich werde dann einige Sachen, die ich nicht mehr brauche, zur Marscherleichterung, nach Hause schicken, bevor ich über die Grenze zur Schweiz gehe. So auch dieses Tagebuch. Darum sitze ich jetzt hier, in einem REWE-Laden und mache meine letzten Eintragungen.
Nachdem ich heute Morgen, den langen Weg, aus Freiburg hinaus gegangen bin, wandere ich wieder, an der B 3 entlang, nach Leuchtersberg und Wolfsweiler. Hier trennt sich die B 31 von der B 3.
Ich frage eine Frau nach dem Weg. Sie verwechselt jedoch, wie sich später herausstellt, die B 3 mit der B 31 und schickt mich irrtümlich, in die falsche Richtung.
So laufe ich dann, über Feldwege, wieder zurück zur B 3 in Wolfsweiler. Hier fällt mir ein Storchennest auf, an dem man eine Webcam angebracht hat, um die Störche, bei der Aufzucht ihrer Brut zu beobachten.  
In Schallstadt mache ich eine Pause und gehe dann weiter, nach Scherzingen. Hier sitze ich nun also und schreibe die letzten Zeilen in mein 1. Buch. Danach schicke es direkt weg, nach Hause.
Nun ist alles abgesendet und ich gehe weiter, an der B 3 entlang, nach Bad Krozingen. Es ist eine schöne Stadt, mit vielen alten Bauwerken und einer schönen Kirche. In diese muss ich natürlich hinein gehen.

Die sehr schöne Kirche in Bad Krozingen


Von innen ist sie sehr hell und offen. Sie ist nicht so dunkel und erdrückend, wie in der Regel, diese alten Kirchen, oft sind. Anschließend wandere ich dann weiter, nach Heitersheim, wo ich im „Gasthaus Kreuz“ einkehre und ein Zimmer mit Dusche und WC bekomme.
Es war heute schönes, sonniges Wetter mit leicht kühlendem Wind, so dass ich kaum geschwitzt habe. Zum Glück, verlief hier auch, parallel zur B 3, ein Radweg. So war es heute ein schöner Wandertag.

Wegkreuz beim "Galgenbuck"
Hier wurde 1711 noch eine Hexe verbrannt.


Abgesehen von den Startschwierigkeiten, am heutigen Morgen.
Meine Wäsche wird in der Sonne auch noch trocken. Nach 25 km ist für heute Schluss. Morgen ist ein neuer Tag.

Gesamtkilometer bisher: ca. 625,5 km

26.Etappe-30.05.2009-Heitersheim-Efringen-Kirchen.ca.28km
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das schöne Freiburg
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Etappenziel Heitersheim