Donnerstag den 28.05.2009


24. Etappe: Von Kenzingen nach Freiburg ca. 28,5 km

Meine junge Pensionswirtin hat schon um 07.oo Uhr das Frühstück fertig. Nur bringt mir das nicht viel. Die Eltern sind noch in der Nacht nach Hause gekommen und Herr Walzer nutzt die Gelegenheit und löchert mich mit Fragen.
Er hat noch nie einen ROM-Pilger in seinem Haus beherbergt. Dadurch komme ich erst nach 07.3o Uhr weg.
Dann geht es aber zügig, immer an der B 3 entlang, bis Emmendingen, wo ich am Ortsausgang, bevor ich die Brücke, über den Fluss Dreisam überquere, Rastmache, auf einer Bank, am Fluss und rufe meine Olle an.
Das ist jeden Tag der Moment, wo ich stark bleiben und aufpassen muss, damit ich kein Heimweh bekomme.
Morgens habe ich sowieso immer Probleme, in Gang zu kommen, denn mein rechter Fuß macht mir jetzt doch sehr zu schaffen. Ich brauche jetzt schon über 1 Stunde, bis ich richtig eingelaufen bin und die Schmerzen, im rechten Fuß, nicht mehr zu spüren sind. Heute hatte ich wohl, zum ersten Mal, keine Probleme mit der Hüfte. Wenigstens etwas Positives.
Das Wetter ist gut. Es ziehen Wolken dahin. Zum wandern ist es angenehm, da es recht kühl ist. Nach einer ½ Stunde Pause, geht es wieder weiter. Ich überquere, nach rechts, den Fluss Dreisam und biege dann nach links, von der B 3 ab und gehe durch den Ort Wasser. Damit kürze ich ein gutes Stück Straße ab, die hier einen weiten Bogen um das Dorf macht.
Zwischen mir und dem Vater Rhein wächst der Kaiserstuhl in die Höhe. An meiner linken Seite sind die Berge bereits bis an die Straße gerückt. Mein Weg führt mich bald wieder zurück, zur B 3 und ich wandere weiter, auf dem Radweg, entlang der B 3, nach Denzingen und nach Gundelfingen.
Etwas später, gelange bereits an den Stadtrand von Freiburg.
Heute Morgen, habe ich in der dortigen Jugendherberge angerufen und versucht, dort ein Bett zu bekommen. Leider war alles belegt. Man empfahl mir, im Gasthof Anker nachzufragen. Gut, dass ich mein Navi dabei habe. Es führt mich durch die Stadt, die sehr schön ist, zum Gasthof Anker. Hier befinde ich mich dann in einem Haus, welches erfordert, dass man nicht zu genau hinsieht.
Es ist alles - (um es mal vorsichtig zu sagen) - etwas rustikaler und naturverbundener, als in den Jugendherbergen. Nun habe ich aber ein Bett, für die Nacht und kann duschen.

Hier ist der Anker, das Stadttor und die Kirche von Freiburg


Morgen wird es dann wieder weiter gehen. Doch jetzt gehe ich in die Stadt. Ich muss was essen. Dann muss ich dringend eine Karte schreiben, denn unsere Mandy (unsere Enkelin) hat am 31. Mai, Geburtstag. Dann kaufe ich noch ein paar Karten, die ich absenden werde, wenn ich Deutschland verlasse und in die Schweiz gehe.
Ich sitze im Eiscafe, habe Mandy´s Karte gerade geschrieben, bezahle und gehe. Da ist plötzlich Mandy´s Karte weg. Ich gehe noch einmal zurück, ins Eiscafe und dort liegt die Karte dann hinter der Sitzbank, wo sie rein gerutscht war.

Wachtürme


Nachdem ich alles erledigt habe, gehe ich zurück zum „Anker“. Es sind nur 10 Minuten Fußweg, vom Zentrum entfernt. Das Haus ist voll, mit Rucksacktouristen, die aber gut und gerne, bis zu 50 Jahre jünger sind, als ich. Nachdem ich noch mein Tagebuch geschrieben habe, den Rucksack vorgepackt und alles, für den nächsten Tag fertig habe, gehe ich ins Bett.
Es ist jetzt 21.3o Uhr und der Tag geht nach 28,5 km zu Ende.
Gesamtkilometer bisher: 600,5 km

25.Etappe-29.05.2009-Freiburg-Heitersheim.ca.25km
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Kenzingen
Weinort Malterdingen
Weinort Köndringen
alte Mühle
Marktplatz vor dem Dom
Wasserkanal, schönes altes Haus am Marktplatz