Mittwoch den 27.05.2009


23. Etappe: Von Friesenheim nach Kenzingen ca. 27 km


Im „Gasthof Zum Ochsen“ gibt es schon ab 06.3o Uhr Frühstück. Daher bin ich bereits um 07.oo Uhr schon wieder auf der Straße und ziehe meines Weges. Heute habe ich irgendwie schwere Beine und ich brauche lange, bis ich wieder eingelaufen bin. Erst nach meiner ersten Rast, gegen 10.oo Uhr, geht es besser. Das Wetter ist gut. Blauer Himmel mit ein paar daher ziehenden Wolken. Es ist auch kühler, als in den letzten Tagen. Gestern suchte ich, in den Sonnenphasen, noch jeden Schatten und Kühlung auf. Heute ist es angenehmer, zum wandern. In den Pausen, wird es sogar schon zu kalt.

immer wieder schön diese Monumente


Der Spinner, von Gestern, der mir erzählte, dass Joschka Fischer verunglückt sei, erzählte mir auch, dass Heino im Koma läge. Warum erzählen Menschen nur solchen Blödsinn? 
Ich bewege mich jetzt, auf dem Radfahrweg, neben der B 3 und komme gut vorwärts. Schnell habe ich Lahr wieder hinter mich gelassen. Dann geht es weiter, nach Kippenheinz, Mahlberg, Ringsheim, Aerbolzheim und nach Kenzingen. Unterwegs habe ich mir, im Supermarkt, etwas zum Abendessen gekauft und will hier, in Kenzingen bleiben.
Seit Karlsruhe laufe ich quasi, schnurgerade nach Süden. Rechts von mir, sehe ich die runden Kuppen der Vogesen, die Berge nach Elsass Lothringen, in Frankreich. Davor verläuft parallel dazu, der Rhein, den ich aber von hier aus, nicht sehen kann. Dann verläuft parallel dazu die B 3, auf der ich mich weiter vorwärts bewege. Auf der linken Seite, sehe ich die immer näher rückenden Berge, des Schwarzwaldes.
Direkt am Ortsanfang, von Kenzingen, steht ein Schild: „Gästehaus Walzer“. Hier fiel mir spontan die Aufforderung, beim Wiener Opernball ein, wenn es dort heißt: „Alles Walzer“. Das gefiel mir!  -   Also biege ich links, in die Schützenstraße ein und suche das Haus mit der Nummer 11 a.  -  Ich klingele. Doch nichts tut sich.  -  Ich klingele noch einmal. Nichts.  -  Langsam steigt in mir die Verzweiflung hoch. Klappt es denn niemals, direkt ein Zimmer zu bekommen? Dann sehe ich einen Zettel, mit der Telefonnummer. Ich wähle die Nummer, auf meinem Handy und habe die Tochter des Hauses am Ohr. Die Eltern sind zurzeit auf einer Urlaubsreise und sie hat die Vertretung. Sie erwartet aber die Eltern morgen zurück. Es dauert keine 5 Minuten und ich kann oben, unter dem Dach, in ein schönes Appartement einziehen.
Heute gehe ich bestimmt nirgendwo mehr hin, denn ich muss meinen rechten Fuß schonen. Erst duschen und dann die Wunde verbinden. Am linken Fuß ist noch alles gut. Nur schmerzen mir morgens, bei Einlaufen, die Hüften, wobei die rechte Hüfte nach kurzer Zeit wieder schmerzfrei ist. Aber die Linke verändert sich nicht. Ich habe mir auch wieder Voltaren-Salbe, in der Apotheke besorgt, mit der ich die Hüften einreibe.
Mittlerweile kann ich auch meine linke Hand wieder zum Gitarrenspielen benutzen. Sie verkrampft nicht mehr so, wie sie das anfangs, in den ersten 2 - 3 Wochen getan hat.
Nach  ca. 27 km bin ich nun im „Haus Walzer“ eingekehrt und fühle mich hier wohl.


Gesamtkilometer bisher: 572 km

24.Etappe-28.05.2009-Kenzingen-Freiburg.ca.28,5km
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Etappenziel Kenzingen