Montag den 25.05.2009


21. Etappe: Von Waldmatt nach Durbach-Ebersweier ca. 29 km

Wie abgesprochen, stehe ich um 07.3o Uhr vor dem Restaurant. Die Gästezimmer befinden sich, auf der anderen Straßenseite, in einem separaten Gästehaus. Das Lokal ist noch geschlossen. Offenbar hat man sich verschlafen. Wie schon erwähnt: „Es sind die wohl unpersöhnlichsten Leute, die ich bisher angetroffen habe. Das sie den Gästen die Tageszeit sagen, ist wohl schon zuviel“.
Um 07.45 Uhr geht die Tür auf. Kein Wort der Erklärung und schon gar nicht eine Endschuldigung, geben sie von sich. Die Tür wird wortlos geöffnet und ich suche mir einen Platz, wo ich frühstücken kann. Nachdem ich fertig bin und aufbrechen will, ist schon eine geraume Zeit niemand im Lokal. So gehe ich, ohne Abschiedsgruß, von Dannen.
Normalereise habe ich das bisher so erlebt, dass die Wirte das Gespräch mit mir suchten,
mir für den weiteren Weg Empfehlungen und gut Ratschläge mit gaben.
So gehe ich hier, nach mehrmaligem Rufen, eben ohne Abschied.
Ich wandere, am Lokal vorbei und setze meinen Weg fort, um den Berg herum, nach Hub. Dieser Bergpfad eröffnet eine tolle Aussicht, über die Berge und die Dörfer. Der Weg führt mich dann langsam abwärts, nach Hub. Ich suche nach irgendwelchen Wegweisern. Wo geht es denn weiter?  -  Da spricht mich ein Mann an und fragt mich, wo ich denn hin will. Erst glaubt er mir nicht, dass ich nach ROM will. Dann, als er sieht, dass ich  es wirklich so meine, wie ich´s sage, wird er gesprächiger. Er zeigt mir einen schmalen Pfad, der über Wiesen, steil bergab geht, bis hinunter, zur Hauptstraße. Er sagt noch: „Vielleicht haben Sie Glück und es ist gerade eine hl. Messe, in der Walfahrtskirche“. Es handelt sich hier um einen Wallfahrtsort zu Ehren der Mutter Gottes, die hier, vor langer Zeit, erschienen sein soll. Der Wallfahrtsort und die Kirche heißen: „Maria zur Linden“.

Wallfahrtskirche " Maria zur Linden"


Ich komme oberhalb der Kirche, über diesen Wiesenweg, den Berg herab. Unten ist, neben der Kirche, ein Marienbild, in einer Kapelle, angebracht. Vor dem entzünde ich einige Kerzen. Dann gehe ich in die Kirche und es beginnt tatsächlich gerade eine hl. Messe, in der ich auch bis zum Schluss bleibe. So hole ich mir den Segen ab, wozu mir der Mann, auf dem Berg, geraten hatte. Nach der hl. Messe zog ich auf- und neben der B 3 weiter, nach Achern.
Das letzte Stück gehe ich wieder auf einem Radweg und werde prompt wieder falsch geleitet. Ich entfernte mich weit ab, von der B 3. So musste ich, hinter Achern, nach links ca. 2 km quer laufen, um dann nach Fautenbach zu kommen und ab hier wieder der B 3 folgen zu können.
Ich bin nun in der Mittagszeit unterwegs und die Sonne brennt erbarmungslos vom Himmel. Gestern war es schon warm. Doch der kühle Wind, machte es erträglicher. Heute sind es über 30° C und es ist windstill. Jeden möglichen Schatten nützend, gehe ich immer weiter in Richtung Süden und komme bald nach Önsbach und weiter nach Renchen. Ich habe heute schon 5 Liter Wasser getrunken. In einem Imbiss esse ich nun auch mal etwas.
Über mein Navi bekomme ich die Telefonnummer eines Gasthofes mit Fremdenzimmer in Durbach Ebersweiler. Der Ort liegt etwas vom Weg ab und ich muss durch einen Bach waten, um dort hin zukommen.

Dorfkreuz Gasthof in Ebersweier


Es war heute wohl der bisher härteste Tag meine Pilgerreise.
So kaputt, wie heute, war ich noch nicht.
So bin ich froh, dass ich nach dem Duschen, gegen 20.oo Uhr ins Bett falle. Es waren 29 km und es war   sehr  –  sehr  schwer.

Gesamtkilometer bisher: 521 km

22.Etappe-26.05.2009-Ebersweier-Friesenheim.ca.24 km
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Die Reblaus in Waldmatt
Wegkreuz in Waldmatt
Ottersweier
Achern
Historischer Bauernhof
Önsbach und Renchen
Nachdem ich, ohne Abschied, mein Quartier verlassen habe, traf ich auch freundliche Menschen an, die mich auf den richtigen Weg wiesen. So gelangte ich zur Wallfahrtskirche, in der ich einer hl. Messe beiwohnen konnte.