Sonntag den 24.05.2009


20. Etappe: Von Rastatt nach Bühl-Waldmatt ca. 29 km

Um 09.3o Uhr bin ich erst wieder, auf meinem Weg nach ROM. Das ist ca. 2 Stunden später, als normal. Es ist bewölkt und schwül warm. Hinter Rastatt, habe ich nach kurzer Strecke, die B 3   -  (Mein roter Faden bis Basel)   erreicht.  Ich verlasse dann jedoch die B 3 wieder und gehe eine Abkürzung, in Richtung Sandweier. Hier steht eine Gruppe Trikefahrer, die mich mit großem Hallo begrüßen, als ich sie erreiche. Jetzt geht die Fragerei schon wieder los. Einer baut sich schon groß vor mir auf und meint: „Wir lassen uns doch von einem Rheinländer nicht auf den Arm nehmen“. Das war natürlich als Spaß gemeint und wir trennen uns, als Kumpel.
Ich bin ca. 300 m weiter, da taucht auf der Straße ein seltsames Vehikel auf. Als der Mann und die Frau sehen, dass ich sie fotografieren will, halten sie an und lassen ihr Gefährt etwas zurück rollen. Nun wieder die gleichen Fragen, die gleichen Antworten und die gleichen Reaktionen.  -  Doch dann bieten sie mir an, mich in ihrem Eigenbau, ein Stück mit zunehmen. Ich muss aber leider ablehnen, da ich ganz und gar zu Fuß nach ROM gehen will. So wünschen sie mir alles Gute und viel Glück, damit ich mein Ziel erreiche.

Brunnen an der Kirche in Sandweier


Dann geht es wieder weiter, immer an der B 3 endlang, bis Sinsheim. Hier gehe ich wieder gerade aus, an einem Schienenstrang entlang, bis Steinbach. Dann bin ich wieder auf der B3 unterwegs. Ab und zu fallen jetzt ein paar Regentropfen. Sie sind bei der Schwüle, des Tages, sogar noch erfrischend.
Ab Mittag brennt wieder erbarmungslos die Sonne auf mich hinab. Jede Möglichkeit für Schatten wird ausgenutzt, um am Weg etwas Kühlung zu bekommen. Ich überquere nun die Bahnschienen und mache unter den Bäumen, die dort stehen, im Schatten, eine Pause. Danach geht es an Steinbach und Eisental vorbei.
Auf der anderen Seite, liegt in etwa 5 km Entfernung, die durch den Reitsport bekannte Stadt Iffetzheim. Hinter Khartum erreiche ich dann Bühl. Von Weitem höre ich ein Fußballspiel. Wenn ein Tor fällt, jubeln die Fans. In Bühl, an der schönen Kirche, mache ich eine Pause. Es ist jetzt so drückend heiß, kaum auszuhalten. Eine ganze Stunde mache ich, im Schatten der Bäume, die um die Kirche herum stehen, Pause. Die Bänke, der Parkanlage, um die Kirche, sind fast alle besetzt. Die Menschen suchen, bei dieser Hitze, die schattigen Plätze auf.
Ich suche nun, mit meinem Navi, ein Gasthaus mit Fremdenzimmer. Am Telefon erfahre ich, dass in Waldmatt ein Zimmer für mich frei ist. Ich muss also noch 5 km wandern, bis ich Waldmatt erreiche.   -   Diese 5 km haben es in sich.   -   Ich gehe also von der Kirche los und durch eine schöne Fußgängerzone, in der auch alle Stühle und Tische der Außengaststätten besetzt sind. Dann wende ich mich in Richtung Waldmatt. Es geht jetzt am Krankenhaus vorbei und dann beginnt ein heftiger, steiler Aufstieg, nach Waldmatt hinauf. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mir das noch Mal überlegt, denn ich entferne mich dadurch auch noch um ca. 5 km von der B 3.  Oben angekommen, ist der Ausblick allerdings grandios und entschädigt etwas, für den steilen und anstrengenden Aufstieg.
Ich bekomme in der „Pension Reblaus“ ein Zimmer mit Dusche und WC. (NEIN  - NEIN die Pension heißt „Reblaus“!  Nicht  Filz…)Die Wirtsleute sind allerdings nicht die freundlichsten. Soll heißen: „So unfreundliche Pensionswirtsleute habe ich bisher noch nicht angetroffen“. Nun, ich dusche ausgiebig und fühle mich danach wieder richtig gut.

auf dem Weg nach Waldmatt / meine Unterkunft


Heute waren es 29 km, durch große Hitze und zum Schluss noch, diese Bergankunft, nach steilem Aufstieg. Meine Füße verlangen intensive Pflege und müssen dringend behandelt werden. Meine Hüften und mein Schienbein sind allerdings OK. Der linke Fuß heilt langsam, aber sicher, ab. Die Wunde wird immer kleiner. Der rechte Fuß ist jedoch bedenklich, weil die Wunde eben genau mitten auf der Verse ist. In der nächsten Apotheke muss ich mir also dringend Salbe und Verbandsmaterial besorgen.
Ich gehe noch ins Restaurant und esse dort etwas. Dann ist es an der Zeit, ins Bett zu gehen.
Gesamtkilometer bisher: 492 km

21.Etappe-25.05.2009-Waldmatt-Durbach-Ebersweier.ca.29km
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Meine Unterkunft
Viele Individuen am Weg
Sandweier
Sinsheim/Eisental
Khartum
Bühl
Viele Ausnahmetypen, wie Biker und die 2 Leute auf dem Eigenbau waren unterwegs. Sie sahen in mir, mit meinem Rucksack und der Gitarre darauf, wohl einen der Ihren und grüßten mich immer sehr herzlich.