Freitag den 22.05.2009


18. Etappe: Von Kandel nach Karlsruhe ca. 25 km

Heute konnte ich bereits um 06.3o Uhr zum Frühstück gehen. Das Restaurant des Hotels, liegt auf der anderen Straßenseite. Um 07.oo Uhr bin ich schon wieder auf der Straße. Die Bedienung hat mir den weiteren Weg erklärt, den ich am Besten zu gehen habe.
Am Ortsende treffe ich auf eine Tankstelle, in der ich meinen Getränkevorrat ergänze. Zur Sicherheit, frage ich hier noch einmal, nach dem Weg, in Richtung Wörth am Rhein. Hier bekomme ich dann, wie soll es anders sein, einen anderen Weg erklärt. Nun soll ich zuerst mal, den Weg zurück gehen, den ich gerade eben gekommen bin.  Na toll…
Wieder draußen, sehe ich dann, zum Glück einen Wegweiser, der mich am Klärwerk vorbei führt. Dieser Weg deckt sich, mit der Wegbeschreibung vom Hotel. So gehe ich also zunächst am Klärwerk vorbei und dann nach links, in den Wald hinein. An dessen Ende, geht es dann rechts, bis zu einer Bahnschranke und dann wieder links. Jetzt immer den Schienen nach, auf einer Piste, die parallel dazu verläuft, bis Wörth.
Das Wetter ist noch gut. Jedoch der Himmel ist bereits etwas bedeckt. Kurze Zeit später, fängt es dann auch schon an, etwas zu regnen, hört aber gleich wieder auf. Da es schwül ist, wirkte das bisschen Regen, sogar etwas erfrischend. Doch als ich in Wörth, in die Nähe des Kindergartens komme, fängt es an, so richtig stark zu regnen. Ich stelle mich hier etwas unter und verpacke erstmal meine Gitarre und mache den Rucksack wasserdicht.
Nachdem ich fertig bin, hört der Regen wieder auf und ich wandere weiter, immer an den Bahnschienen entlang, bis zu einer Straßenbrücke. Als ich dann diese Brücke überquert habe, sehe ich, links vor mir, Alt Wörth liegen.
Rechts geht es nun, am Bahnhof vorbei, in den Ortsteil Maximihansau und dann hinauf, auf eine Brücke über den Rhein auf der ich jetzt den Rhein überquere. Es ist die Autobahnbrücke, die auf der rechten und linken Seite, einen Radfahrweg hat.
Vor dieser Brücke hat Helga sich ein Mal, vor Jahren, in der Nacht, auf einer Reise in den Winterurlaub, erschreckt. Sie tauchte plötzlich, in der Nacht, vor uns auf und wirkt dann auch etwas bedrohlich. Damals hätte ich nie geglaubt, dass ich diese Brücke einmal zu Fuß überqueren würde.
Auf dem Fußweg, über die Brücke, beschleicht mich ein ungutes Gefühl. Als die schweren Lastzüge hinüber donnerten und die Brücke dabei wackelte und zitterte, war ich mitten über dem Rhein. Ich war froh, als ich endlich auf („der scheel Sick“)alsoauf der anderen Seite war. Ich hätte aber besser die rechte Seite benutzt, dann wäre ich auch gleich auf der richtigen Seite gewesen und hätte nicht lange suchen müssen, wie ich in die Stadt hinein komme.
Zunächst habe ich, unterhalb der Autobahn, an einem Schützenhaus, in einer Außenanlage, wo Bänke und Tische stehen, meine erste Pause eingelegt.
Es ist der schönste Moment des Tages, wenn ich am Morgen „Meine Olle“ anrufe.
Wenn ich dann ihre Stimme höre und ich weiß, dass es ihr gut geht.
Zum Glück kam die Pächterin zur Anlage, da sie am Abend zuvor, hier ihr Handy vergessen hatte. Ab 17.oo Uhr ist aber erst geöffnet. So konnte ich sie wenigstens nach dem Weg fragen und sie brachte mich dann auch wieder auf den richtigen Weg in die Stadt.
Ich laufe jetzt immer noch, am Schienenstrang der Regionalbahn entlang. Dann erreiche ich den Stadtteil Knielingen. Hier nehme ich mein Navi zur Hilfe, das mich nun zur Jugendherberge führt. Es ist ein endlos langer Weg, in die Stadt hinein. Er führt mich an einer alten Kaserne vorbei, an deren Ende, dann die Jugendherberge auftaucht. Von hier aus ist es dann auch nicht mehr weit, bis ins Zentrum.
An der Jugendherberge angekommen, fährt mir der Schreck in die Glieder. Am Fenster, der Rezeption, prangt ein Zettel: „Herberge voll belegt!“ Niemand ist zu sehen. Aber im Vorraum stehen Tische mit Stühlen und ein Cola - Automat. Also alles, was ich im Augenblick brauche.  -   Nun denn:   -   Rucksack runter, Cola ziehen, Schuhe aus, Füße entlasten und in aller Ruhe hinsetzen.
Auf dem Weg hier her, hatte ich mir bereits etwas zum Essen gekauft. So warte ich jetzt eben, auf den Leiter der Herberge. Er soll mir sagen, ob die Herberge wirklich voll ist und ob er für mich wirklich kein Bett mehr frei hat. Ob er mich wegschickt? Es ist immer schlimm, wenn man sich auf eine heiße Dusche freut und denkt, jetzt habe ich ein Bett zum ausruhen. Doch dann steht da ein Schild: „Voll belegt“. Das zieht mich dann, für den ersten Moment, ganz nach unten.   -   Nun, der Leiter war nur zur Mittagspause, bis 13.3o Uhr. Als er dann kommt, habe ich in 5 Minuten sogar ein Einzelzimmer und alles, worauf ich mich, auf dem Weg hierher gefreut habe.
Nachdem ich mich etwas erfrischt habe und die Beine hochgelegt hatte, geht es mir wieder super und ich laufe nun etwas in die Stadt. Es ist eine riesige Stadt, mit vielen großen Monumental-Bauten. Das Stadtschloss ist sehr schön anzusehen und die Außenanlage, also der Park, dient den Karlsruher Bürgern als Erholungsstätte. Die Fußgängerzone, in der Innenstadt, ist weitläufig und von Menschen überfüllt. In einem Eiscafe bestelle ich mir einen großen Eisbecher mit Sahne. Ich war der Meinung, dass ich mir diesen heute verdient habe. Ich nehme mir, von unterwegs, noch ein ½ Hähnchen mit und gehe zurück zur Jugendherberge.

Das Stadtschloß Karlsruhe


Es ist heute sehr warm und die Sonne steht voll auf meinem Fenster. Ich hoffe, dass es im Zimmer nicht zu warm wird, damit ich schlafen kann. Es ist jetzt 19.3o Uhr. Heute habe ich ca. 25 km abgelaufen. Zu Beginn des Tages, war es etwas regnerisch. Das hat sich jedoch im Laufe des Tages verflüchtigt. So wurde es dann doch noch ein schöner warmer Sonnentag.
Nun ruf ich noch mal „Meine Olle“ an. Danach werde ich mich langsam zur Ruhe begeben.

Gesamtkilometer bisher: 435 km

19.Etappe-23.05.2009-Karlsruhe-Rastatt.ca.28km
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Nachdem ich über die Hauptstraße den Ort Kandel verlassen habe, gehe ich bis Wörth a. Rhein, immer an der Regionalbahntrasse vorbei. Es regnet.
Hier gehe ich über den Rhein
Nun verlasse ich, mitten auf dem Rhein, das Bundesland
Rheinland-Pfalz
Kirche Knielingen
Die Jugendherberge
Karlsruhe
das Schloß