Donnerstag den 21.05.2009


17. Etappe: Von Bad Klingenmünster nach Kandel ca. 24 km

Heute habe ich viel Zeit. Das Frühstück gibt es ja erst um 08.3o Uhr. Das Wetter ist gut. Zwar bewölkt, aber warm. Es soll heute ein Gewitter kommen. Na Ja.   -   Gegen 09.oo Uhr bin ich wieder auf meinem Weg. An der Tanke kaufe ich mir noch eine Cola und dann geht es los.

Zwei Prozessionen, die sich bald vereinen und gemeinsam, in diese Kirche gehen


Nachdem ich die Stadt verlassen habe, kommt mir schon die erste Prozession entgegen. Von hier sieht man die Burg Landeck von der Rückseite. Die Prozession geht in Richtung Bad Bergzabern, also in meine Richtung. Ich wandere auf einem Radweg weiter, über die Bergkuppe und erreiche Gleiszellen / Gleishorbach. Hier kommt mir die 2. Prozession entgegen, die von einer Blasmusikkapelle begleitet wird. Ich wandere weiter, durch das Dorf, gehe über einen Hügel und gelange nach Oberhofen / Pleisweiler. Hier wandere ich auch durch das Dorf und komme an einer schönen kleinen Kirche vorbei. In die gehe ich hinein und schaue sie mir an. Dann wandere ich weiter, den nächsten Hügel hinauf. Meine beiden Prozessionen haben sich inzwischen zu Einer vereint und ich sehe sie, in die kleine Kirche, in der ich zuvor war, einziehen.

schöne Kapelle in Oberhofen / Pleisweiler


Auf der anderen Seite des Hügels liegt dann Bad Bergzabern vor mir. Die Stadt hat einen gut klingenden Namen, gibt aber sonst nicht viel her und ich bin froh, als ich sie wieder verlassen habe. Auf der B 427 wandere ich weiter, nach Kapellen / Drusweiler. Ich gehe durch das Dorf und gelange auf der B 427 nach Oberhausen. Weiter geht’s nach Hergesweiler und Weiden. In allen Dörfern, durch die ich jetzt komme, gibt es Fremdenzimmer und Übernachtungsmöglichkeiten. Hinter Weiden braut sich, rechts von mir, ein Gewitter zusammen. Jetzt habe ich noch ca. 5 km, auf freiem Feld, ohne Unterstellmöglichkeit vor mir. Ich lege also einen Zahn zu und wandere auf der L 548 nach Minderlachen, in der Hoffnung, dass das Gewitter noch so lange fern bleibt.

Minderlachen, nach Kandel, mit seinen schönen, kleinen Häusern


Von Minderlachen sind es noch etwa 2 km bis Kandel. Das Gewitter hat mich schon fast erreicht und so versuche ich in Minderlachen zu übernachten.  -   Fehlanzeige.   Ausgerechnet hier, gibt es keine Fremdenzimmer. So muss ich, wohl oder Übel, noch die       2 km bis Kandel, über die L 542 gehen.
Auf der Hälfte des Weges, beginnt es schon mal etwas zu tröpfeln, hört aber gleich wieder auf. Ich erreiche Kandel und weiß, dass es jetzt Zeit ist, von der Straße zu verschwinden. Am Ortsanfang frage ich eine Frau nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Nachdem sie mich ausgefragt hat und jetzt alles weiß, woher ich komme und wohin ich gehe u.s.w. erklärt sie mir, wo ich ein Zimmer bekommen kann. Das Hotel Riesen liegt an meinem Weg und ich bekomme dort auch ein Zimmer. Ich bin gerade auf meinem Zimmer angelangt und habe geduscht, da entlädt sich das Gewitter, in einem gewaltigen Wolkenbruch.   -   Glück gehabt!
Den ganzen Tag über war es schwül und warm. Es war der erste Tag, meiner Wanderschaft, an dem ich außer über die kleinen Hügel, nur durch flaches Land gelaufen bin. Nach dem Regen gehe ich in die Stadt, um etwas zu Essen zu bekommen, denn mein Hotel hat heute in der Küche Ruhetag.
Es waren heute ca. 24 km. Das Wetter war bedingt durch das aufziehende Gewitter heiß und schwül. Ein paar Regentropfen habe ich zwar abbekommen, aber an Sonsten ist alles gut verlaufen. Meine Hüften ärgern mich noch und mein rechter Fuß sieht nicht gerade gut aus. Er muss nur gut behandelt werden. Egal,   -    ich bin froh, wieder auf meinem Weg nach ROM zu sein. Da spielen die Schmerzen keine Rolle. Da muss ich jetzt eben durch.
Morgen gehe ich nach Karlsruhe und biege dann, nach der Rheinüberquerung nach rechts ab, in Richtung Schweiz.


Gesamtkilometer bisher: 410 km

18.Etappe-22.05.2009-Kandel-Karlsruhe.ca.25km
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über allem, die Burg Landeck
Kapelle Pleisweiler
durch die Dörfer Kapellen, Drusweiler, Oberhausen, Hergesweiler und Weiden.