Mittwoch den 20.05.2009


16. Etappe:  Von Eußerthal nach Klingenmünster ca. 30 km

Heute verlasse ich um 07.oo Uhr das Haus. Jedoch kehre ich sofort nebenan, in der Bäckerei ein, um dort zu frühstücken. Frau Dindons hatte heute einen Arzt-Termin und konnte kein Frühstück machen. Hier in der Bäckerei ist das Angebot auch nicht üppig. So müssen zwei Croissant´s und 1 Tasse Kaffee als Frühstück reichen. Wenigstens etwas. Mit einer großen Flasche Cola bewaffnet, ziehe ich dann wieder los und gehe meinen Weg.
Natürlich muss ich mich, jeden Morgen, nach der langen Unterbrechung, wieder einlaufen. Meine Hüften und meine Füße schmerzen. Aber mein Schienbein ist gut verheilt und macht wenige Probleme. An der Zisterzienserkirche im Ort, ist eine Wegebeschreibung des Mönchsweges nach Gräfenhausen angeschlagen. Nachdem ich dann in der Kirche war und auch eine Privatführung, in der ehemaligen Klosterkirche, durch den Küster erleben durfte, mache ich mich auf den Mönchsweg in Richtung Gräfenhausen.

hier beginnt der Mönchsweg an der Klosterkirche in Eußerthal


Bald muss ich dann von der Straße, auf einen Wiesenweg abzweigen, der oberhalb von Eußerthal verläuft. Noch gibt es hier Markierungen, die den Weg bezeichnen. Es ist schönes Wetter. Morgennebel steigen aus den Wiesen und verzaubern die Natur, um mich herum.
Am höchsten Punkt steht eine Bank. Hier setze ich meinen Rucksack ab und ziehe den Anorak aus. Da die Sonne schon scheint, ist es mir schon warm geworden. Kunststück !  -  Ich musste schließlich schon den Berg hinauf klettern. Es gibt noch Wegzeichen, bis ins nächste Tal. Hier habe ich dann 2 Möglichkeiten und keine Markierung. Ich entscheide mich für den normalen Verlauf des Weges und gehe natürlich prompt verkehrt.
Dies geschieht mir nicht zum ersten Mal, im Naturpark – Pfälzerwald. So komme ich dann irgendwann, in Queich Hambach wieder aus dem Wald heraus. Auf der gegenüber liegenden Seite, thront hoch über Queich Hambach und Annweiler,die Burg Trifels.
Es ist eine der drei Burgen, die hier auf den Trifelsbergen stehen. Ich wende mich nach rechts, nach Annweiler und gehe bis zur Burgstraße. in die ich links einbiege und nach Bindersbach und dann durch den Wald, hinauf auf den Trifelsberg wandere.
Hier oben kann man zu diesen drei Burgen wandern. Ich will aber weiter, nach ROM und gehe, nachdem ich ein Stück des Weges, an der linken Seite, der Landstraße, auf einem Waldweg entlanggegangen bin, steil abwärts, den Berg hinunter, nach Wald Hambach. Hier erreiche ich dann wieder die B 48. Auf dem Radweg, neben der B 48 wandere ich nach Klingenmünster. Vor Klingenmünster verlasse ich den Pfälzerwald und sehe jetzt eine total andere Landschaft vor mir. Es ist zwar noch hügelig, aber ohne Baumbestand. Stattdessen liegen nun Weinberge vor mir. Rechts liegt die Klinik und vor mir, in den Hügeln, die Stadt Klingenmünster.
Hoch oben, rechts auf dem Berg, steht die imposante Burg Landeck. Direkt am Anfang des Ortes, steht an einem Haus ein Schild, mit der Aufschrift:  „Zimmer frei“. Das ist schon mal gut so.
Ich muss jedoch zuerst klären, wie weit es noch bis Karlsruhe ist. Ich gehe in die Eisdiele und bestelle mir ein großes Eis und eine Cola. - Laut Navi sind es noch 42 km. - Die
Jugendherberge in Bad Bergzabern ist wegen Renovierung geschlossen. So beschließe ich, hier zu bleiben und mir ein Zimmer zu suchen.
Neben der Eisdiele werden zwar, an einem Haus, freie Zimmer angeboten, doch der Laden ist zu. Ich gehe also zurück zum Ortsanfang, hier soll noch ein Zimmer mit Dusche und WC frei sein. Die Dusche liegt allerdings auf der anderen Seite des Flurs. Also nehme ich das Zimmer nicht und suche weiter.
Erst muss ich aber einkaufen. In der Bäckerei bekomme ich meine Brötchen und im Supermarkt den Rest. Ich muss auch noch für morgen einkaufen, denn es ist Feiertag. Im Supermarkt stelle ich fest, dass ich meinen Wanderstock irgendwo vergessen habe. Ich finde ihn in der Eisdiele wieder. Dann geht es weiter, auf der Suche nach einem Zimmer.

Klingenmünster mit der Burg Landeck die hoch über allem steht.
Weingut Mathis


Nachdem ich schon fast bis zur Burg gelaufen bin, frage ich einfach Leute auf der Straße. So komme ich zum Weingut Mathis, das unmittelbar an der Zufahrtsstraße nach Klingenmünster liegt. Ich bekomme dort ein schönes Zimmer mit Dusche + WC. Es ist  warm draußen, so dass ich meine Wäsche noch waschen und trocknen kann.
Morgen kann ich länger pennen, denn das Frühstück wird hier erst um 08.3o Uhr serviert.
Laut Navi bin ich heute 30 km gelaufen. Es ist schon 19.3o Uhr, als ich endlich duschen kann. Hier habe ich nun, den Pfälzerwald verlassen und bin im Weinanbaugebiet. In der Ferne sehe ich aber noch, den Pfälzerwald, wie eine dunkle Wand stehen.


Gesamtkilometer bisher: 386 km

17.Etappe-21.05.2009-Bad-Klingenmuenster-Kandel.ca.24-km
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