Montag den 18.05.2009


14. Etappe:  von  Kaiserslautern  nach  Mölschbach  14 km

Heute fahre ich, um 10.45 Uhr, ab Düren, zurück nach Kaiserslautern. Um 14.30 Uhr bin ich in Kaiserslautern und nehme, noch heute, meinen Pilgerweg in Kaiserslautern wieder auf. Schweren Herzens habe ich am 28.04.2009 hier meine Pilgerreise unterbrechen müssen. So schwer mir heute morgen auch der Abschied von zu hause und meinen Menschen gefallen ist, so bin ich doch sehr froh wieder auf meinem Weg nach Rom zu sein.
Nachdem ich mir im Bahnhof eine kleine Flasche Cola und 2 Baguette gekauft habe, ziehe ich gleich los, denn ich will, heute noch, ca. 15 km Weg zurück legen. Da mir niemand vernünftige Angaben machen kann, wie ich zur B 48 kommen kann, nehme ich mein Navi zu Hilfe und gelange so aus Kaiserslautern hinaus.
Bevor ich den Bahnhofvorplatz verlasse, spricht mich eine Frau an und fragt:
„Sind Sie Jakobspilger? - Sie haben die Muschel hinten am Rucksack!“
Ich kläre Sie auf, dass ich  2-mal den Jakobsweg, ab Saint Jean Pied de Port gegangen bin und deshalb die Jakobsmuschel auf dem Rucksack habe. Ich erkläre ihr dann, dass ich jetzt auf dem Weg nach ROM bin. Sie erzählt mir, dass Sie schon in ROM war und dass diese Stadt immer eine Reise wert sei.
Dann wünscht Sie mir „Buen Camino!“ (Guten Weg Pilger!) und ich ziehe meinen Weg.
Ich laufe jetzt, parallel zur Landstraße, auf einem Rad und Wanderweg, der mich lange Zeit durch einen Wald führt. Ich bewege mich durch ein Naturschutzgebiet, welsches kaum besiedelt ist und so komme ich durch kein Dorf, bis ich dann, gegen 18.00 Uhr Mölschbach erreiche. Von weitem sehe ich eine Gaststätte. Es ist das erste Haus des Dorfes und nennt sich Restaurant Waldesruh. Hier habe ich Glück und bekomme dort ein Zimmer.
Die Wirtin ist bereits 81 Jahre alt und ist wohl altersbedingt, mit diesem Haus etwas überfordert. Ihre Kinder leben in Spanien, sind aber zurzeit hier in Urlaub und helfen ihr etwas im Haus. Das Zimmer, ist zwar nicht das Beste, reicht aber für eine Nacht. Die Wirtin erzählt mir, dass hier früher Busse mit Kaffeefahrten Station gemacht hätten. Es gehöre ein schöner Saal zum Haus, der nun auch nicht mehr genutzt wird, da auch die Vereine des Dorfes nicht mehr hier einkehren. Sie sei ja auch schon 81 Jahre alt und müsse nicht mehr soviel arbeiten. Verkaufen, hätte sie schon mehrmals können, aber was sie hätte, würde sie behalten.
Da ich mir heute, zu Hause, noch die Füße gut verbunden habe, spüre ich am linken Fuß keine Schmerzen und der rechte Fuß kratzt nur etwas unangenehm, dort wo die Wunde ist.
Unsere Töchter und unsere Mandy, haben mich heute Morgen zum Bahnhof gebracht und dann auch die Olle mit nach Düren genommen.   -   Ich gehe jetzt schlafen.    -  
Es waren heute 14 km.

Gesamtkilometer: (+ 14 km)  0328,00 km

15.Etappe-15.05.2009-Moelschbach-Eusserthal.ca.28km
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