Sonntag den 26.04.2009


11. Etappe:  von  Lauterecken  nach  Wolfstein  17 km
Eine unruhige Nacht liegt hinter mir. Nachdem ich mir gestern die Wunden verbunden hatte, habe ich mir Strümpfe angezogen, damit das Deckbett nicht direkt an meinen klein Zeh kam, denn das verursachte starke Schmerzen. Sobald ich auf dem Rücken lag, schmerzten beide Versen. Legte ich mich auf die Seite, dann zogen Schmerzen, von den Hüftengelenken, in die Beine hinunter. Nur auf dem Bauch liegend, konnte ich etwas Schlaf finden. So bin ich also heute Morgen nicht gut drauf und tue mich schwer. Ich habe Furcht davor, die Schuhe anzuziehen. Es muss aber sein und tut natürlich auch höllisch weh. Nach einiger Zeit wird es erträglicher und ich mache mich langsam fertig zum Abmarsch.  -  „Marsch“  ?  -  Wie soll das heute gehen?
Um 07.00 Uhr gibt es Frühstücksbuffet mit allem Drum und dran. Ich dehne das Frühstück so lange aus, wie es geht. Dann wird es ernst und ich nehme meine Wanderung wieder auf, so gut es geht.  - Ich habe überhaupt keine Lust! -  Ich will aber weiter und so schleppe ich mich den ersten Berg hinauf, nach Sulzhof.  -  Hier setze ich mich auf eine Bank und rufe meine Olle an. Es wäre nicht Helga, hätte sie nicht gleich gemerkt, dass mit mir etwas nicht stimmt. Ich beruhige sie, so gut es geht und ziehe dann weiter, den Berg hinauf, nach Hohenöllen. Hier lege ich wieder eine Pause ein, in einem Bus-Wartehäuschen, mitten im Dorf.  -  Ich habe erst  7 km geschafft.  -  Auf der anderen Straßenseite steht ein Hinweisschild: - „Wolfstein 10 km“ - Ich weiß, aus dem Reiseführer, hier gibt es eine Jugendherberge. So entschließe ich mich dazu, dort hinzugehen und für heute zu bleiben. Ich gehe also, von hier aus, nun 4 km den Berg hinunter, nachdem ich mich erkundigt habe, ob es eine Abkürzung zur B 270 gibt. Diese gehe ich nun, nach Reckweiler. Hier wandere ich über den Friedhof, und frage einen Herrn noch mal nach dem Weg. Er bietet mir an, mich bis Wolfstein im Auto mit zu nehmen. Wenn auch meine Füße schmerzen und ich nicht gut drauf bin, lehne ich dieses freundliche Angebot natürlich ab und wandere weiter, auf meinen wunden Füßen. Am Jakobsweg gab es ein entsprechendes T-Shirt zu kaufen, mit dem Aufdruck: „No Pein, no Glorie!“ In diesem Sinne ziehe ich weiter, meinen Weg. Der Mann rät mir, stur auf dem Fahrradweg zu bleiben. So käme ich mit der       B 270, bis Wolfstein, nicht in Berührung. So wandere ich also auf dem Radweg, der bis Kaiserslautern geht und den ich dann auch morgen benutzen werde, nach Wolfstein.
Als ich so auf Wolfstein zu laufe, sehe ich, hoch über Wolfstein, ein großes Gebäude und denke: „Hoffentlich ist das nicht die Jugendherberge!“ Denn die Erfahrung lehrte mich, dass die Jugendherbergen immer am höchst möglichen Punkt des Ortes stehen. Meine Befürchtung hat sich dann aber leider bewahrheitet. Es handelte sich tatsächlich um die Jugendherberge Wolfstein. Ich brauche für den Aufstieg ca. 45 Minuten und komme oben total kaputt an.
Meine Frage an die Leiterin: „Warum müssen die Herbergen immer so hoch oben stehen?“ beantwortet sie mit der Feststellung: „Diese Frage wird uns, in der Woche, unzählige Male gestellt! - Sie erwarten doch keine Antwort auf Ihre Frage!“ Die Aussicht von hier oben ist natürlich super und entschädigt etwas, für die Mühen, die man hat, um hier hinauf zu kommen.
Ich bekomme ein Zimmer, mit Dusche und WC. Ich rufe Helga an und melde meine Ankunft. Dann müssen die täglichen Arbeiten verrichtet werden. Die Füße müssen versorgt werden. Dann lege ich mich erstmal etwas hin und schlafe 3 Stunden. Danach geht es mir besser und ich fühle mich wohl, hier oben.

Es war heute ein schwerer Tag für mich, auch wenn ich nur 17 km gelaufen bin.

Gesamtkilometer: (+ 17 km) 0287,00 km

12.Etappe-27.04.2009-Wolfstein-Kaiserslautern.ca.27km
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