Donnerstag den 23.04.2009


8. Etappe:  von  Platte  nach  Morbach  31 km

Nach einer guten, erholsamen Nacht, im Hofcafe, stehe ich um 06.00 Uhr auf, packe meinen Rucksack fertig und kann schon um 07.00 Uhr frühstücken.
Das Hofcafe liegt unmittelbar am  Maare-Mosel-Radweg.
So bin ich um 07.30 Uhr wieder auf dem richtigen Weg für die heutige Etappe. Nun laufe ich durch das Liesertal, an dem Fluss Lieser vorbei. Das untere Liesertal  wird für den Fluss in den Urzustand versetzt. Es wurden dazu Pegelmessstationen errichtet.

Das Lieser Projekt


Auf meinem Weg passiere ich Maring-Noviand und komme zur Klostermühle in Siebenborn. Am Wegesrand komme ich an einem alten Mühlrad vorbei, dass bei dem Rückbau des Flusses Lieser gefunden wurde. Dann erreiche ich bei dem Weindorf Lieser die Mündung des Flusses Lieser in die Mosel.
Hier kenne ich mich sehr gut aus. Denn wir hatten in den 80er Jahren unseren Campingwagen ca. 5 km Mosel abwärts, in Bernkastel-Kues, am Hafen, auf dem Campingplatz stehen. Hier fuhren wir immer, mit unserem wasserskifähigen Schlauchboot hin.
Ich überquere die Mosel auf der Lieserbrücke und komme so ins Weindorf Mühlheim a.d. Mosel. Mein Weg führt mich weiter nach Veldenz. In Lieser endete der Maare-Mosel-Radwanderweg und ich wandere nun auf der Landstraße, in Richtung Veldenz.
Nach ca. 3 km habe ich Veldenz erreicht. In einem „Tante-Emma-Laden“, der seine Ware ausverkauft und geschlossen werden soll, decke ich mich mit Cola ein und suche mir einen gemütlichen Platz um meine erste Pause zu machen. Ich muss Helga doch anrufen, es ist Zeit dafür.
Ich sitze hier, am Fuß des nächsten Aufstiegs, der dann sehr heftig wird. Ich steige über 3,5 km Serpentine nach oben. Im Anschluss daran, geht der Weg jetzt zwar geradeaus, aber immer noch stetig aufwärts. Es ist ein sehr mühsamer Weg, der nach stundenlangem laufen, auf der Asphaltstrasse, die Hüften, die Schienbeine und die Füße schmerzen lässt.

Veldenz


Dann werde ich von einem Radfahrer überholt, der auch nass geschwitzt ist. Ihm macht die dauernde Steigung wohl auch zu schaffen. Die Sonne brennt heute heiß vom Himmel, als ob es ein Gewitter gäbe. Dann erreiche ich die Bundesstraße 269. Hier geht es nur links oder rechts. Ich gehe nach rechts, in Richtung Morbach und lasse Gonzerath links liegen.
Noch 4 km sind es von hier.
Nach 45 Min. habe ich dann Morbach erreicht. Morbach liegt tief unten im Tal und ist ein Kurort. Es gestaltet sich schwer, hier ein Zimmer zu bekommen. Die Hotels sind alle belegt, oder nehmen sie keine Wanderer auf? So gehe ich zur Touristen-Information und frage dort nach. Hier werde ich zuvorkommend bedient, erst recht, nachdem ich mich als
Rom-Pilger zu erkennen gegeben habe und meinen Pilgerbrief vorlege.
Man besorgt mir dort ein privates Zimmer, bei Frau Wollmann.
Bevor ich  das Zimmer beziehe, muss ich noch schnell etwas einkaufen. Dann melde ich mich bei Frau Wollmann, die schon auf mich wartet. Nachdem ich geduscht habe und umgezogen bin, gehe ich noch einmal in den Ort, da er sehr schön ist. Dann gehe ich in mein Zimmer, da meine Füße doch ziemlich ramponiert sind und wirklich Ruhe brauchen. Das Tagebuch schreiben ist jedoch, ist tägliche Pflicht, Wichtig ist es aber auch die Füße gut zu pflegen und gut zu behandeln, denn sie tragen die ganze Last. Sie sind mein wichtigstes Werkzeug.

Gesamtkilometer: (+ 31,00 km) 0208,00 km

09.Etappe-24.04.2009-Morbach-Idar-Oberstein.ca.30km
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Platte
Maring - Noviand
Klostermühle - Siebenborn
Mühlstein
Landstraße
Morbach Zentrum
Gnadenkapelle.
Wenn ich jetzt so zurück denke, habe ich doch schon ein gutes Stück Weg hinter mich gebracht. Heute waren es wieder 31 km. Ich bin durch Eifel und Hunsrück gewandert und nun befinde ich mich bereits im Taunus. Sorgen macht mir mein linkes Schienbein, weil es abends geschwollen ist und weh tut. Morgen früh wird’s wohl wieder weitergehen.