Montag den 20.04.2009


 5. Etappe:  von  Blankenheim  nach  Gerolstein  36 km   

Da im Lokal eine 1. Kommunion gefeiert wurde und die Wirtsleute spät, bzw. früh ins Bett kamen, stellte die Wirtin mir alles für das Frühstück zurecht. Sie zeigte mir, wie ich die Kaffeemaschine in Gang setzen musste und wo ich, nach dem Verlassen des Hauses, den Schlüssel deponieren solle. Sie meinte zwar, ihr Mann wäre möglicher Weise schon auf. Am nächsten Morgen, als ich herunter kam, stand auf dem Tisch gegenüber noch eine leere Weinflasche und ein leeres Glas. Das Licht brannte über dem Tisch, aber der Wirt war  nicht zu sehen. Gesehen habe ich ihn erst, nach dem Frühstück, als ich das Haus schon verlassen hatte. Als ich durch das Fenster nochmals nach innen schaute, läuft er in Unterhosen durch das Lokal.

Ich ziehe also wieder weiter, auf meinem Weg nach ROM.
Ich komme an der Quelle der Ahr vorbei, gehe aus der Stadt hinaus und folge jetzt dem Bachlauf der Ahr.
Beim Start bin ich bis Heimbach, durch das Rurtal, der Rur gefolgt. Dann bin ich über den Berg gestiegen und in das Urfttal hinab gelaufen und folgte dem Fluss Urft bis Blankenheim und nun führt mich die Ahr nach Süden.
Ich wandere auf einer Landstraße, durch schöne, voller dicker Tautropfen und von der frühen Morgensonne beschienenen Wiesen. Durch diese Wiesen schlängelt sich die noch junge Ahr, die hier noch ein Bach ist, der sich seinen Weg durch das Ahrtal gegraben hat. Von rechts und links fließen kleine Bäche in die Ahr, so dass sie schnell an Volumen zunimmt und schon bald ein reißender Fluss wird. Ich folge hier der Landstraße bis Ahrhütte und biege dann rechts ab, nach Dollendorf. Ich komme an einem Rudel Dammwild vorbei und erreiche Dollendorf. Hier fotografiere ich Vorgärten und Häuser die sehr schön gestaltet sind. Im Dorf bitte ich einen Mann, er möge mir meine Wasserflasche füllen. Durch den Fußball kannte er sich gut in meiner Heimat aus, da er in jungen Jahren, hier Fußball gespielt hat.

In Dollendorf gesehen


Hinter Dollendorf lege ich erstmal eine Pause ein. Es ist Zeit, Helga anzurufen.
Von Beginn an schmerzen mir beide Hüftgelenke und auch meine Schienbeine schmerzen, direkt über den Füßen. Ich behandele meine Füße und Beine sehr intensiv mit Voltaren-Salbe. Es sind die Wehwehchen, die sich üblicher Weise in den ersten 2 Wochen einstellen. Da muss ich eben durch.
Hinter Dollendorf passiere ich den Dollendorfer Kreuzweg, der von der Landstraße kommend, in Richtung Burg verläuft und an der Gnadenkappelle endet.
  
Ich wandere weiter und passiere den Ort Mirbach. Ich bleibe auf der Landstraße und gehe um Mirbach herum. Von der Landstraße aus ist die schöne Erlöser Kirche zu sehen. Sie steht etwas außerhalb.
Ich erreiche Wiesbaum. Auch hier gibt es zwei große Kirchen.
Dann erreiche ich Hillesheim. Ich komme an Wegekreuzen vorbei, die mit viel Leid und Kummer verbunden sind. Hier starben junge Menschen auf den Straßen. Am Ortsende von Hillesheim habe ich mir im Supermarkt etwas zum essen und zum trinken besorgt. Ich wandere weiter, durch Lammersdorf und Dohm. Dann erreiche ich das Kyltal.
Ab Dohm folge ich nun dem Fluss Kyl und wandere durch das Kyltal in Richtung Gerolstein.

Lammersdorf und Dohm


Irgendwo am Beginn des Tales. sehe ich eine große Burg. Es dauert aber nur einen kurzen Augenblick, dann ist sie hinter dem Berg verschwunden. Ich gehe einen Berg hinauf und hinter der Kuppe, ist das Industriegebiet von Gerolstein und das Wahrzeichen, die Felsen zu sehen. 
Es ist jedoch noch ein sehr langer Weg bis ins Zentrum und dann kommt noch ein heftiger Anstieg hinauf zur Jugendherberge. Sie steht hoch über Gerolstein. Endlich bin ich oben, doch oh Schreck!
Die Herberge ist geschlossen. Was nun?
An der Eingangstür steht eine Telefonnummer, die ich anrufe. Die Geschäftsführerin meldet sich und sagt, dass sie in 15 Minuten da sei. Hier draußen stehen Bänke, da kann ich mich ausruhen und ich weiß dass ich ein Bett für die Nacht bekomme.

Dann kommt die Leiterin mit ihrem Mann vom Einkaufen Ich bekomme mein Bett und sogar noch etwas zu essen. Ich bin ganz alleine, in dem großen Haus. Um 18.00 Uhr verlässt die Leiterin auch das Haus und so bin ich ganz alleine in der Herberge. Um 22.00 Uhr kommt noch ein verspäteter Gast und das war es dann für heute.

Gerolstein, die Jugendherberge hoch über der Stadt


Heute war ein anstrengender Tag mit einigen Anstiegen. Es ging rauf und runter. Die Sonne schien sehr stark und es waren 36 km.



Gesamtkilometer:  (+ 36,00 km)  0123,00 km

06.Etappe-21.04.2009-Gerolstein-Manderscheid.ca.26km
zurueck-zum-Anfang der Seite
Blankenheim
die Ahr und Ahrhütte
Mirbach
Wiesbaum Hillesheim
Im Kylltal